zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 10:36 Uhr

Vereinsleben : Concordia stellt Stadtsoldaten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Schützenverein fühlt sich Tradition sehr verbunden, schenkt aber dem Nachwuchs besondere Beachtung.

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Das Schützenwesen steht seit rund zwei Jahren auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes und gehört damit zu den 34 lebendigen Traditionen und Brauchtümern, die im Bundesverzeichnis Aufnahme gefunden haben, besonders gefördert sowie geschützt werden. Darauf sind die rund 140 Mitglieder der Schützengesellschaft Concordia von 1848 e.V. Hansestadt Rostock mächtig stolz. „Zumal ja auch unser Verein, der 1990 wieder gegründet worden ist, an eine lange Tradition anknüpfen kann, die wir auch pflegen“, sagt Hartmut Domski.

Der Sportleiter des Vereins verweist beispielsweise auf die sehr aktive Böllergruppe, deren Mitglieder in jedem Jahr die Hanse Sail mit sieben lautstarken Böllern aus der Kanone Concordia aus dem Jahre 1760 eröffnen und zum Rostocker Kanoniers- und Böllertreffen einladen. Zudem stellen sie die so genannten Stadtsoldaten, die zu offiziellen Anlässen in historischen Uniformen als Garde des Oberbürgermeisters im Einsatz sind. „Am kommenden Dienstag, dem Reformationstag, sind unsere Stadtsoldaten in Rostock unterwegs“, sagt der pensionierte Polizeibeamte, der bereits während seiner Dienstzeit als Schießtrainer aktiv gewesen ist.

Neben der Traditionspflege widmet sich der größte Rostocker Schützenverein besonders auch dem sportlichen Nachwuchs. „Dieser ist uns jederzeit willkommen. Und zwar in allen Altersklassen“, betont Hartmut Domski. Wer neu hinzukommt, kann zunächst mit vereinseigenen Sportwaffen trainieren, bevor er sich für Luftdruck-, Vorderlader, Klein- oder Großkaliber entscheiden kann. „Übrigens ist der Schießsport nicht nur ein interessantes Hobby für Männer. Rund ein Drittel unserer Mitglieder im Alter zwischen zehn und 85 Jahren sind weiblich“, sagt der 68-Jährige. Unter den Concordia-Schützinnen und -schützen, die in der Südstadt beheimatet sind und die zudem in Gehlsdorf trainieren, befinden sich auch rund 40 Schützen, die nicht nur ihrem Steckenpferd nachgehen. Vielmehr treten sie regelmäßig pro Woche zwei-, dreimal an den Schießstand, qualifizieren sich für die Teilnahme an Meisterschaften auf Vereins-, Kreis- und Landesebene. Sogar bei deutschen Meisterschaften waren Concordia-Schützen vertreten.

„Wer zu uns kommt, muss Regeln konsequent einhalten. Wer das nicht will oder kann, von dem trennen wir uns schnell wieder. Schließlich steht die Sicherheit an erster Stelle“, betont Hartmut Domski, der vor allem Jugendliche für das Hobby begeistern möchte. „Die jungen Leute lernen hier Disziplin, Konzentration und Ausdauer. Das wirkt sich positiv auf die schulischen Leistungen aus“, sagt der Sportleiter, der auf ein gutes Miteinander der ganzen Mitglieder setzt. Geselliges Beisammensein beispielsweise nach dem traditionellen Adler-Schießen oder den Wettkämpfen um Pokale zu besonderen Feiertagen steht bei den Schützen hoch im Kurs.


B






zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen