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13. Dezember 2017 | 06:19 Uhr

Cityblick soll lebendiger werden

vom

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2012 | 07:10 Uhr

Toitenwinkel | Die graue Fläche vor dem Einkaufszentrum Cityblick in Toitenwinkel sollte ursprünglich Markthändlern einen Raum für ihre Verkaufsstände bieten. Knapp 16 Jahre nach der Errichtung des Komplexes hat sich allerdings immer noch nichts getan. Der Platz erstreckt sich als leeres Areal zwischen den Gebäuden. Das soll sich nun ändern: Die Eigentümer des Einkaufszentrums trafen sich mit Vertretern städtischer Ämter zu einem Krisengespräch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie man den Platz lebendiger gestalten kann. Dabei spielt vor allem der Gesamteindruck des Komplexes eine Rolle. "Der Charakter des Platzes muss unbedingt verändert werden", sagt Wolfgang Westphal, Leiter des Ortsamtes Ost.

Wer von der Joliot-Curie-Allee auf das Einkaufszentrum zusteuert, nimmt zunächst die für die Anwohner bereitgestellten Müllcontainer wahr. "Diese Strukturen müssen unbedingt verändert werden. Die Vermieter müssen anfangen, sich über die Lebensqualität im gesamten Umfeld Gedanken zu machen", so Udo Vogel, Geschäftsführer des Eigentümerunternehmens BIT. Die Müllplätze sind jedoch nicht nur optisch wenig ansprechend, sondern behindern auch den Verkehr in den ohnehin schon schmalen Straßen. Das ist besonders für die Zulieferer der Geschäfte des Cityblicks ein Problem. "Der Platzmangel führte in der Vergangenheit schon zu kleineren Unfällen", so Vogel. Die Straßen rund um den Cityblick sind insgesamt nicht auf dem neuesten Stand. Sie wurden noch vor der Wende geplant und angelegt. Seitdem haben sich die Bedingungen erheblich verändert, der Verkehrsumfang nahm zu und die Fahrzeuge sind größer geworden.

Neben den äußeren Mängeln kämpft das Einkaufszentrum auch im Gewerbebereich mit einem großen Problem. Dort, wo bis vor Kurzem noch ein Schlecker XL seinen Standort hatte, klafft nun eine Lücke. Der Drogeriemarkt wurde erst im April 2011 eröffnet, die Verkaufsfläche war von 250 auf 450 Quadratmeter erweitert worden. Die Insolvenz der Ladenkette im Juni war ein herber Rückschlag für die Eigentümer, die jetzt auf der Suche nach einem Nachfolger sind. Um ein neues Unternehmen für sich zu gewinnen, zieht Vogel eine erneute Expansion der Räume in Betracht: "Wir wären natürlich bereit, in eine Erweiterung zu investieren." Die angestrebte Verschönerung der Außenanlagen steht damit in direktem Zusammenhang. "In die Attraktivität der Außenfläche muss auch investiert werden, damit potenzielle Mieter sich wohlfühlen", so Klaus Thieke, der zweite Geschäftsführer der Firma.

Über die Kosten für die geplanten Umstrukturierungen konnten die Unternehmer noch keine Angaben machen. Bislang wurden insgesamt 1,5 Millionen Euro in die Entwicklung des Cityblicks investiert. Seit der Insolvenz des Toitenwinkler Einkaufszentrums in der Salvador-Allende-Straße muss der Standort die Nahversorgung der Anwohner allein stemmen. "Darum ist es besonders wichtig, dass sich der Cityblick endlich weiterentwickelt", bekräftigt Westphal.

Die zuständigen Ämter wollen die Unternehmer bei der Umstrukturierung unterstützen. Das Krisengespräch diente somit als Auftakt für das gemeinsame Projekt. "Jetzt beginnt erst die richtige Arbeit. Wir müssen die Ideen gemeinsam in konkrete Pläne umsetzen", so Westphal. Das Konzept soll nun in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro entwickelt werden. Vogel blickt optimistisch in die Zukunft: "Wir haben versucht, etwas in Bewegung zu setzen. Da die Stadt offene Ohren für unsere Belange hatte, ist der erste Schritt getan."


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