Rostock : Christophorusschule wächst weiter

Der Bedarf erfordere mehr Kapazitäten, befinden Steffen Kästner und Steffi Wolf von der Schulleitung. Auf der Freifläche hinter dem Grundschulgebäude soll ab Februar der Neubau entstehen.
Der Bedarf erfordere mehr Kapazitäten, befinden Steffen Kästner und Steffi Wolf von der Schulleitung. Auf der Freifläche hinter dem Grundschulgebäude soll ab Februar der Neubau entstehen.

Private Bildungseinrichtung für Sportler und Hochbegabte baut aus und investiert 5,6 Millionen Euro

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05. Januar 2016, 21:16 Uhr

Die Christophorusschule ist mit 1258 Schülern die größte in MV, so der kaufmännische Leiter Thomas Harnisch. Und die Einrichtung im Groß Schwaßer Weg wächst weiter. Seit Oktober wird am Mehrzweckgebäude, in dem Internat, Kantine und Büros sitzen, gewerkelt – werden Leitungen, Sanitäreinrichtungen und der Anbau erneuert. Ab Februar soll eine neue Sporthalle angebaut werden und auch ein zweites Grundschulgebäude entstehen.

„Die Schule ist sehr gut nachgefragt“, sagt Steffen Kästner, Fachbereichsleiter für Schulische Bildung und Leiter des Gymnasiums. Darin liege die Begründung für den Ausbau und auch dafür, dass der Träger, das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands, den Ausbau unterstützt. Gesamtkosten: 5,6 Millionen Euro. Die finanziert die Schule selbst, lediglich für die Sporthalle beantragt sie eine Förderung von bis zu 500 000 Euro beim Land. Im Bau- und Planungsausschuss gab es für das Vorgaben einstimmig das Okay.

179 Schüler besuchen derzeit in acht Klassen aus vier Klassenstufen die Grundschule. Bis zu 44 Kinder werden bisher jährlich eingeschult. „Aber wir haben schon immer viel Nachfrage gehabt“, sagt Grundschulleiterin Steffi Wolf. Die läge etwa beim Vierfachen. Künftig soll es drei erste, zweite, dritte und vierte Klassen geben, um dem gerechter zu werden. Zwölf neue, je 67 Quadratmeter große Klassenräume entstehen im neuen Gebäude. Das soll auf der Brachfläche zwischen alter Grundschule und Haupthaus gebaut werden – eingeschossig mit 32 Metern Länge und 36 Metern Breite. Beide Gebäude werden verbunden. Der Altbau wird weiter genutzt. Schon jetzt sind dort Hort und Grundschule untergebracht. Künftig können sie sich auf beide Häuser verteilen. Im alten Haus entstehen Fachräume für Musik, Experimentieren oder auch Nähen. Kosten für den Neubau: 1,6 Millionen Euro. Die neue Sporthalle kostet zwei Millionen Euro. „Die alte Halle reicht nicht mehr aus“, sagt Harnisch. Nur bis zu drei Klassen könnten dort gleichzeitig unterrichtet werden. Das sei ein Problem, sogar, wenn der Fokus der Schule auf den Sport außen vor gelassen werde. „Wir müssen für den Unterricht andere Hallen anmieten“, sagt Harnisch und nennt als Beispiel die Ospa-Arena. Das soll künftig vermieden und die Kooperation mit dem Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport weiter vorangebracht werden. „Die Goal-Baller werden dann bei uns trainieren“, sagt Harnisch. Die 44-mal-30 Meter-Halle wird mit dem Internats-Gebäude verbunden. Dessen Kantinen-Anbau wurde bereits neu errichtet. Im Internat sind 50 Schüler. Die Nachfrage ist in den letzten Jahren rückläufig, so Harnisch. Demnächst sollen dort zehn minderjährig unbegleitete Flüchtlinge untergebracht werden. Das Jugendamt hatte die Schule dafür gewonnen.

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