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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. September 2017 | 20:11 Uhr

Chips erfassen Daten zur Müllentsorgung

vom

Die Firma C-Trace versieht die Restmüll- und Biotonnen im Rostocker Stadtteil Evershagen mit einem Chip und einem Barcode. Dadurch kann der Behälter direkt seinem Nutzer zugeordnet werden.

svz.de von
erstellt am 11.Jun.2013 | 07:58 Uhr

Rostock | 1700 Tonnen in drei Tagen - dieses Ziel hat sich Stephan Vogt, Projektleiter der beauftragten Firma C-Trace, mit seinem fünfköpfigen Team gesetzt. "200 bis 300 Tonnen schaffen zwei Mann an einem Tag", sagt Vogt. Sie versehen die Restmüll- und Biotonnen im Rostocker Stadtteil Evershagen mit einem Chip und einem Barcode. Gestern haben sie An der Obstplantage die ersten Behältnisse mit dem elektronischen Gerät bestückt.

"Durch den Chip kann der Behälter nun direkt seinem Nutzer zugeordnet werden", sagt Steffen Böhme, Sprecher der Rostocker Stadtentsorgung. Gerade bei Mehrfamilienhäusern sei das bisher nicht immer der Fall gewesen. Mehrfachentleerungen werden durch den Chip künftig ausgeschlossen. Zudem können die Gebühren an das tatsächliche Volumen der Tonne angepasst werden. In einigen Fällen ist die Tonne zu groß oder zu klein. "Ist das der Fall, kann der Bürger entscheiden, ob er die Gebühren anpassen lassen will", so Böhme.

Die Angst einiger Bürger, kontrolliert zu werden, kann er entkräften: "Auf dem Chip ist nur eine 16-stellige Zahl zur Identifikation enthalten." Ein mit einem Barcode versehener zusätzlicher Aufkleber enthält Daten zum Standort der Tonne. Ab 1. Juli geht das Gebiet in Evershagen in die Testphase. Dann werden Touren-Daten durch das Einlesen am Müllfahrzeug gesammelt. "Wir haben uns für Evershagen als Testgebiet entschieden, weil es dort Einfamilienhäuser, genauso wie Wohnanlagen mit unterschiedlichen Eigentümerstrukturen gibt", sagt Böhme.

14 Tage vor Beginn der Umrüstaktion hat der Müllentsorger die Evershäger mit einem Schreiben informiert, damit sie ihre schwarzen und braunen Behälter für die Bestückung zur Verfügung stellen. "Mit denjenigen, die ihre Tonnen nicht bereitgestellt haben, vereinbaren wir Nachholtermine für die nächsten Tage", sagt Projektleiter Vogt.

Die Hansestadt Rostock hat in Zusammenarbeit mit der Stadtentsorgung das Projekt angeschoben. Bis zum 1. Januar 2014 werden alle 35 000 Restmüll- und Biotonnen in Rostock mit einem Chip ausgestattet. Eine Erfassung des Müllgewichts sei bisher nicht in Planung, aber technisch machbar, so Böhme. Hotline: 0381/459 31 23

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