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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 20:19 Uhr

Streitthema : Chaos am Hauptbahnhof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Erhard Schröter kämpft für Verbesserungen auf der Strecke nach Warnemünde

von
erstellt am 09.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Am Rostocker Hauptbahnhof ist immer viel los. Doch seit dem Start der Hanse Sail hat sich der Betrieb hier wesentlich gesteigert. Der Grund: Während die Regionalzüge 2013 noch direkt bis nach Warnemünde fuhren, müssen nun alle Besucher von außerhalb am Hauptbahnhof umsteigen. Von dort werden sie mit der S-Bahn in das Ostseebad befördert. „Dadurch entsteht ein großes Chaos“, sagt Erhard Schröter.

Der 82-jährige Berliner hat bis zu seiner Rente unter anderem als Lokführer bei der Reichsbahn gearbeitet und ist Mitglied im Fahrgastverband Pro Bahn. Für ihn ist die Situation am Rostocker Hauptbahnhof nicht tragbar – unabhängig von der Hanse Sail. Durch die Großveranstaltung werden die logistischen Defizite nur deutlicher zum Vorschein gebracht, sagt Erhard Schröter. „Viele irren planlos auf dem Bahnhof umher“, betont er.

Die Bahn weist diese Vorwürfe entschieden von sich. „Die Hanse Sail ist eine Großveranstaltung, da muss mit einem großen Ansturm gerechnet werden“, sagt Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Dass der Hauptbahnhof in diesem Jahr zum Knotenpunkt geworden ist, habe einen Grund: den S-Bahn-Verkehr. „Die S-Bahnen fahren so dicht getaktet, dass es keinen Platz für zusätzliche Züge gibt“, so Burkhard Ahlert. Veränderungen würden Verspätungen mit sich bringen. Auf den Besucheransturm reagiert die Bahn mit zusätzlichem Servicepersonal am Bahnhof. „Wer eine Frage hat, wird sofort beraten“, so Ahlert.

Erhard Schröter setzt sich dennoch für nachhaltige Veränderungen am Hauptbahnhof ein. Sein Vorschlag: „Auf der Strecke nach Warnemünde gibt es Platz für ein drittes Gleis.“ Um sein Anliegen zu untermauern, protokolliert der Rentner die Situation genau. „Ich fertige einen Bericht an.“ Diesen wolle er dann an diverse Politiker weiterleiten.

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