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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 10:38 Uhr

Chancen spät erkannt

vom

svz.de von
erstellt am 01.Nov.2007 | 07:58 Uhr

Angela Merkel war mit einer großen Delegation in Indien.
Die Bundeskanzlerin warb fernab von allem innenpolitischen Streit für Deutschland und seine Wirtschaft. Der gewaltige
Subkontinent mit mehr als einer Milliarde Menschen - Tendenz rasant steigend - hat sich im Schatten von China und Japan längst zu einer aufstrebenden Wirtschaftsmacht und einem attraktiven Handelspartner entwickelt. Verzeichnet er doch Wachstumsraten, von denen man in Berlin nur träumen kann.
Doch deutsche Politiker und Wirtschaftsbosse haben die Chancen dieses Landes mit seinen gewaltigen Märkten erst sehr spät erkannt. Auf der Liste der wichtigsten Handelspartner steht Indien nach wie vor weit hinten. Der heutige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hatte im Jahr 2000 mit seinem Schlagwort "Kinder statt Inder" noch für Wirbel gesorgt und Stimmung gegen die vom Ex-Kanzler Gerhard Schröder initiierte Greencard für indische Computerexperten machen wollen. Bis heute ist es nicht gelungen, hochqualifizierten Facharbeitern aus Indien, die hierzulande dringend gebraucht werden könnten, den Zugang zu erleichtern.

Doch wer wie die deutsche Politik und Wirtschaft Herausforderungen der Globalisierung erfolgreich bewältigen will, wer strategische Vorteile nutzen und Allianzen schmieden will, der muss solche Partnerschaften wie mit Indien ernsthaft mit Leben füllen.

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