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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 04:29 Uhr

Silo-Halbinsel : Centogene setzt Spatenstich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürogebäude mit genetischem Diagnostikzentrum soll Mitte 2017 fertig sein

von
erstellt am 01.Okt.2015 | 15:00 Uhr

Mit dem Spatenstich für seinen neuen Hauptsitz auf der Silohalbinsel rückt Centogene endgültig in die Reihe der Rostocker Vorzeigeunternehmen auf. „An dieser Stelle wächst unsere Zukunft“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Aus den fünf Mitarbeitern bei der Gründung im Jahr 2005 sind in Rostock mittlerweile knapp 250 geworden. Darüber hinaus unterhält der Spezialist für die genetische Analytik seltener angeborener Erkrankungen Niederlassungen in Berlin, Toronto, Delhi, Wien und Dubai.

Prof. Arndt Rolfs, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Centogene: „Rostock kann mehr als Hanse Sail, schönen Urlaub und tolles Wetter – wir können auch Unternehmen mit internationalen Spitzentechnologien anlocken und halten.“ Der Neubau sei deshalb als bewusstes Zeichen an andere Investoren aus den Branchen Biotechnologie und Medizintechnik zu verstehen.

Bis Mitte 2017 soll das viergeschossige Bürohaus mit genetischem Diagnostikzentrum bezugsfertig sein. „Das Gebäude wird die Stadtsilhouette mitprägen“, sagt Architekt Henry Pudewill. Sein gestaffelter Entwurf beinhaltet ein durchgängiges Erdgeschoss, zwei Stockwerke, die einen halböffentlichen und zum Wasser geöffneten Lichthof umschließen, sowie ein abschließendes x-förmiges Geschoss. In ihnen sind 1340 Quadratmeter große Labore sowie 4100 Quadratmeter Büros und Nebenräume untergebracht. „Dieses Gebäude braucht Platz zum Denken“, so Pudewill.

Inklusive Grundstückskauf, Hochbau und technischer Ausstattung investiert das Unternehmen rund 33 Millionen Euro. Ziel der Centogene-Arbeit ist es, anhand der eigenen Analysen schnelle und effektive Therapien für die Behandlung seltener Erkrankungen zu entwickeln. „Dabei stellen wir zunehmend fest, dass es wichtige Verbindungen zwischen seltenen Erkrankungen und Volkskrankheiten gibt“, sagt Rolfs. Beispiele dafür seien Entdeckungen bezüglich der Ursachen für Schlaganfälle oder Parkinson.

„Wir brauchen solche nach vorne gerichtete Technologie mit hochwertigen Arbeitsplätzen“, sagt Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie- und Handelskammer.

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