Expansion : Centogene legt Grundstein für Neubau

Der erste Stein für die Forschungsstätte liegt: Architekt Henry Pudewill, Marko Groth von der gleichnamigen Baufirma und Centogene-CEO Prof. Arndt Rolfs feiern den Baubeginn.
Der erste Stein für die Forschungsstätte liegt: Architekt Henry Pudewill, Marko Groth von der gleichnamigen Baufirma und Centogene-CEO Prof. Arndt Rolfs feiern den Baubeginn.

Bürogebäude mit genetischem Diagnostikzentrum entsteht im Rostocker Stadthafen. Einzug für Ende 2017 anvisiert

svz.de von
23. August 2016, 21:00 Uhr

Sie forschen an Standorten in Brunei, Delhi, Berlin und bald auch in ganz großem Stil in Rostock, dem Hauptquartier der Firma Centogene. Auf der Holzhalbinsel im Stadthafen ist gestern im Beisein zahlreicher Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medizin der Grundstein für das neue Zentrum zur genetischen Diagnostik des Unternehmens gelegt worden – denn der bisherige Sitz in der Schillingallee ist zu klein für die knapp 300 Mitarbeiter aus 35 Nationen geworden. „Die Forschung an der Genetik ist einer der nachhaltigen Motoren der Medizin“, sagt Centogene-Gründer und CEO Prof. Arndt Rolfs. „Wir müssen natürlich unsere ethischen Verpflichtungen wahrnehmen, aber auch diese Chance nutzen“, so Rolfs.

Für etwa 34 Millionen Euro soll auf 12 200 Quadratmetern Bruttofläche in 18 Monaten das neue Bürogebäude mit genetischem Diagnostikzentrum entstehen – in ihnen 1340 Quadratmeter große Labore und 4100 Quadratmeter Büros und Nebenräume. Nach dem Spatenstich im Juni wurden in den letzten Monaten die Erdarbeiten durchgeführt, der Rohbau soll im Frühjahr fertig sein. „Wir planen mit dem Einzug Ende 2017“, sagt Rolfs, den Termin wolle er mithilfe der Baufirma Groth unbedingt halten. Für das Vorhaben hat die Firma 12,5 Millionen Euro Zuschüsse vom Land erhalten: „Wir sind froh, dass das Unternehmen sich für den Standort in MV statt in Berlin entschieden hat. Das zeigt das Vertrauen in die Hansestadt und sendet eine positive Botschaft nach außen“, sagt Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Die Kombination von Forschung, Entwicklung und Produktion biete hervorragende Chancen für nachhaltige und gut bezahlte Arbeitsplätze. Zudem sei die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ein wichtiger Faktor für die Entwicklung MVs, die mit 1,9 Prozent Steigerung der Wirtschaftsleistung derzeit sogar über dem Bundesschnitt liege, so Glawe.

Die Standortentscheidung für Rostock begrüßt auch Prof. Wolfgang Schareck, Rektor der hiesigen Universität, mit deren Klinikum die Firma Centogene eng zusammenarbeitet. So wolle man gemeinsam eine Stelle für einen Facharzt für molekulare Medizin in Rostock etablieren, so Schareck.

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