Rostock : Caterpillar forscht zu neuen Gasmotoren

Wirtschaftsminister Harry Glawe fördert Standort Rostock mit 1,15 Millionen Euro.

svz.de von
09. April 2015, 08:00 Uhr

Er wird in Kraftwerken eingesetzt: der G20CM34 – größter Gasmotor von Caterpillar. „Wir sind mit allen Vortests durch und haben den Motor nun gestartet“, sagte Versuchsingenieur Manuel Krebes gestern im Rostocker Motorenwerk.

Dort, bei der Caterpillar Motoren Rostock GmbH (Cat) in der Werftallee, wo auf 22 500 Quadratmetern Produktionsfläche Montage, Tests und Auslieferung der konzernweit größten Diesel- und Gasmotoren erfolgen, gab es gestern Besuch aus der Politik. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) informierte sich über den Stand des Forschungs- und Entwicklungsprojektes zur Leistungssteigerung bei Gasmotoren und überbrachte einen Scheck in Höhe von 1,15 Millionen Euro zur Technologieförderung. Insgesamt kostet das Projekt 4,4 Millionen Euro.

„Bei der Stärkung des Standorts Rostock sind wir gern bereit, Caterpillar unter die Arme zu greifen“, so Glawe. Die hoffnungsvolle Unternehmensentwicklung solle weiter gehen, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden. Schließlich handle es sich bei dem hiesigen Montage-Werk „um das innovativste, modernste Europas“, so der Minister.

Wie kann ein Gasmotor zur Energieerzeugung in seiner Leistung und Wirkung verbessert werden? Wie können gleichzeitig Emissionen reduziert werden? An der Beantwortung dieser Fragen arbeiten die Motorenbauer in enger Kooperation mit der Uni Rostock. „Bereits seit einigen Jahren betreiben wir hier sehr anspruchsvolle Technologie- und Motorenentwicklungsprogramme“, so Frank Starke, weltweiter Cat-Manager für mittelschnelllaufende Motoren aus Kiel. „Durch die Förderung des Landes MV ist es uns möglich, unser Unternehmen hier am Standort Rostock wettbewerbsfähig für den Energieerzeugungsmarkt der Zukunft zu machen“, so Cat-Generaldirektor Dan Sundell aus Kiel in seinem Grußwort.

Nun gehe es Starke zufolge darum, den Motor entsprechend der unterschiedlichen Bedingungen auf dem Weltmarkt weiterzuentwickeln. Denn: Der Gasmotor soll jederzeit volle Leistung bringen – ob bei erhöhter Umgebungstemperatur oder in größeren Höhen. „Wichtig ist deshalb die kontinuierliche Produktentwicklung“, sagte Starke, der die Zukunft in Zweistoff- und Gasmotoren sieht.

In Kansas betreiben zwölf der 20-Zylinder-Gasmotoren von Cat seit 2014 ein Generatorkraftwerk zur Unterstützung eines Windparks. „Weitere Kundenanfragen sind da“, verrät Hendrik Herold, Leiter Motoren-Versuch in Rostock. Besonders interessant seien diese Gasmotoren laut Starke auch für den Osten oder für den südasiatischen Markt.

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