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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 04:27 Uhr

talente : Carolin spielt schon ganz vorne mit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Konservatoriums-Schülerin ist im Orchester der Besten und beim internationalen Wettbewerb dabei

von
erstellt am 23.Jul.2015 | 15:00 Uhr

Geige spielen ist für Carolin Lindner mehr als ein Hobby. Es ist schon ein bisschen Arbeit. „Aber es macht Spaß, es ist mir nie lästig“, sagt die 16-Jährige. Zum Glück. Denn Carolin übt zwei bis drei Stunden jeden Tag, sie besucht den Geigen-Unterricht bei ihrer Lehrerin im Konservatorium, Anne Carolin Ohnimus, sowie als Jungstudentin die Young Academy Rostock (Yaro). Hinzu kommt Unterricht in Klavier und Musiktheorie. Alles neben der Schule. „Das ist schon manchmal schwierig“, sagt Carolin. Aber sie hat ein klares Ziel vor Augen. Nach dem Abitur möchte sie Violine studieren. Im Alter von vier Jahren hat sie mit dem Geigenspiel angefangen. Heute kann sie bereits beachtliche Erfolge vorweisen. Beim Wettbewerb Jugend musiziert hat sie auf Regional- und Landesebene mehrfach erste und Sonderpreise gewonnen. 2013 konnte sie auf Bundesebene in der Wertung Violine solo einen zweiten Preis erreichen.

Gerade wirkt Carolin an einem Projekt der Deutschen Streicher-Philharmonie mit. „Dort spielen nur die besten der besten Musikschüler aus ganz Deutschland mit“, erklärt Konservatoriums-Direktor Edgar Sheridan-Braun. Er ist stolz, dass neben Carolin noch ein weiterer Violine-Schüler des Rostocker Konservatoriums unter denjenigen ist, die die Aufnahmeprüfung für dieses Orchester gemeistert haben. Anderthalb Wochen gehen die Proben dieses Mal. „Außerdem werden wir CD-Aufnahmen machen und ein Konzert geben“, sagt Carolin. Sie freut sich darauf, die anderen Musikschüler wieder zu treffen. Bei den Probephasen, die es drei- bis viermal im Jahr gibt, sind Freundschaften entstanden. „Wir bleiben immer in Kontakt“, sagt die Rostockerin.

Carolin stammt aus einer sehr musikalischen Familie. Ihre Eltern sind Lehrer am Konservatorium, ihr Vater leitet das Junior-Streich-Orchester. Auch ihre beiden älteren Brüder haben Instrumente gelernt, einer von ihnen studiert Cello. „Eigentlich bin ich durch ihn zur Geige gekommen“, erzählt Carolin. Als ihr Bruder noch Violine lernte, war sie beim Unterricht dabei, hörte, wie er übte. „Er ist ein bisschen mein Vorbild“, sagt die Schülerin, die das Innerstädtische Gymnasium besucht.

Auch für den Sommer hat Carolin schon Pläne. Klar, es soll in den Urlaub gehen. Aber außerdem will sie viel üben. Denn Ende August wird sie am internationalen Wettbewerb in Kloster Schöntal teilnehmen. Dort hat sie im vergangenen Jahr schon einen Meisterkurs besucht, nun möchte sie sich mit den Schülern aus aller Welt messen. Das Programm ist anspruchsvoll und verlangt einiges an Vorbereitung. „Das ist mir besonders wichtig, denn man lernt enorm viel, wenn man sich auf so einen Wettbewerb vorbereitet“, sagt Carolin. Drei Runden wird es geben, in jeder sind vorgegebene sowie frei gewählte Stücke zu absolvieren. Zur Vorbereitung hat Carolin einige der zu erarbeitenden Musiken bereits in Konzerten vor Publikum gespielt. „Außerdem lernt man bei so einem Wettbewerb viele Leute kennen und hört sie spielen“, sagt Carolin. Nicht zu vergessen: „Man wird auch gehört“, fügt Sheridan-Braun hinzu. Denn für Carolin, die sich schon heute auf ihr Studium und eine Karriere als Musikerin vorbereitet, ist das mindestens genauso wichtig.

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