Caravans sollen auf Deponie

Auf die 1-A-Lage müssen Caravan-Besitzer bald verzichten.Jenny Pfeifer
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Auf die 1-A-Lage müssen Caravan-Besitzer bald verzichten.Jenny Pfeifer

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30. Mai 2013, 09:15 Uhr

Warnemünde | Dass Kerstin Machmüller-Risse bald auf ihren Caravan-Stellplatz am Passagier-Kai verzichten muss, damit wird sie sich in naher Zukunft anfreunden müssen. "Wir haben hier die beste Lage und sehen morgens die Schiffe an uns vorbei fahren - es ist ein Traum", sagt die 49-Jährige Urlauberin aus Klein Kölzig bei Cottbus. Doch das wird in den kommenden Jahren ein Ende haben.

"Die Mittelmole wird mittelfristig städtebaulich komplett umgestaltet", sagt Dagmar Horning, stellvertretende Sprecherin der Wiro. Bis es so weit ist, bleibe der Parkplatz für Wohnmobile allerdings erhalten.

Abstimmungen sind im Gang

Damit die aus ganz Deutschland kommenden Urlauber mit ihren mobilen Wohnzimmern auch in Zukunft weiterhin das Ostseebad bereisen können, stehen bereits Alternativen im Raum. Die ehemalige Mülldeponie am Weidenweg rückt bei der Wohnungsgesellschaft bereits in die engere Wahl. "Nach ersten Gesprächen mit der Hansestadt Rostock können wir uns die Erschließung und spätere Bewirtschaftung, insbesondere als zukünftigen Ersatz für die aktuellen Stellplätze auf der Mittelmole vorstellen", so Horning. Auch die Rostocker Stadtverwaltung bestätigt die Pläne: "Die Abstimmungen laufen, die Verträge sind aber noch nicht unter Dach und Fach."

Bei den Warnemündern ist die ehemalige Deponie als Standort allerdings umstritten. Es fehlt an entsprechender Infrastruktur für die Wohnmobile: Dazu gehören Wasser- und Stromanschlüsse und nahe Dusch- und Versorgungsmöglichkeiten. Die Anschlüsse müssten erst noch verlegt werden.

All das gibt es auf der Mittelmole ebenso wenig. "Wir haben hier weder Strom noch Wasser, wir versorgen uns mit unserem eigenen Gas", sagt die Urlauberin Machmüller-Risse. Auch wenn ihr Stellplatz in den kommenden Jahren nicht mehr in 1-A-Lage sein wird, will sie das Seebad trotzdem weiter besuchen.

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