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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. August 2017 | 05:45 Uhr

Uni Rostock : Campus-Baustellen wachsen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

70 Millionen Euro fließen allein in die Neubauten für die Physik, das Department Leben, Licht, Materie und der beiden Hörsäle.

Von außen sehen die Neubauten für die Physik, das Department Leben, Licht, Materie und der beiden Hörsäle auf dem Südstadt-Campus fast fertig aus. Die Klinkerarbeiten sind nahezu abgeschlossen, sodass das Baugerüst teilweise schon gefallen ist. Und auch die Arbeiten an den Außenanlagen haben bereits begonnen. Doch erst zum Wintersemester 2015/2016 werden die rund 4000 Studenten und Mitarbeiter der Uni Rostock die Gebäude mit Leben erfüllen. Denn vorher wartet auf die Bauarbeiter im Innenbereich noch viel Arbeit.

Uwe Sander ist beim Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL) für den Hochschul- und Klinikbau zuständig und verschafft sich regelmäßig einen Überblick über den Baufortschritt. „Gerade laufen die Estrich-Arbeiten auf Hochtouren“, sagt er und läuft zielsicher vom Eingangsbereich ins Atrium. Mit ein wenig Fantasie lässt sich schon jetzt erahnen, wie es hier künftig aussehen wird. Hohe Glasfenster, die momentan noch abgehängt sind, werden für einen lichtdurchfluteten Raum sorgen und den Blick auf den Innenhof freigeben. In der zweiten Etage reiht sich ein Büro an das andere. Auf einem weißen Blatt Papier, das am Fenster klebt, steht, wer später einmal hier arbeiten wird – ein Doktorand, der aus Drittmitteln finanziert wird. Alles ist bis ins kleinste Detail geplant. Für einen Forschungsbau wie diesen sei das besonders wichtig, sagt Sander.

Es geht weiter unters Dach, wo bereits eine riesige Lüftungsanlage installiert ist. Für den BBL spielt Energieeffizienz eine wichtige Rolle, schließlich muss die Uni Rostock die Neubauten später auch bewirtschaften können. Die moderne Technik ermöglicht zum Beispiel eine Wärmerückgewinnung. Auf dem Dach des Physik-Instituts bekommt Sander schließlich einen guten Überblick über das gesamte Campus-Gelände. In diesem Jahr sollen hinter den Neubauten 259 Stellplätze entstehen. Weitere 200 sind noch in Planung. Auch vor dem bereits fertiggestelltem Rechenzentrum der Uni Rostock rollen derzeit die Bagger und schütten Kies auf. „In diesem Bereich entsteht die zentrale Zuwegung“, sagt Sander. Damit das Ganze auch einen Campus-Charakter bekommt, der zum Verweilen einlädt, soll möglichst viel Fläche bepflanzt werden.

Im Keller des Physik-Neubaus lässt sich erahnen, wie anspruchsvoll die Bauplanungen gewesen sein müssen. Dort sind schwingungsentkoppelte Fundamente zu finden. Auch ein extrem breiter Schacht für den Fahrstuhl, der eine Grundfläche von 18 Quadratmetern haben wird, sei Sander zufolge etwas Besonderes. Die Erweiterung des Campus Südstadt um die drei Gebäude kostet insgesamt 70 Millionen Euro.

Nur wenige hundert Meter weiter baut der BBL an einem anderenNeubau für die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Uni Rostock. Hier ist Endspurt angesagt. Die grünen Böden sind größtenteils verlegt, die Türen eingehängt und auch die Inneneinrichtung steht schon. Gerade werden noch die Faltläden vor den Fenstern angebracht und die Außenanlagen hergerichtet. Im neuen Semester sollen die Studenten, Wissenschaftler und Mitarbeiter einziehen können. Knapp zehn Millionen Euro investiert das Land in diesen Forschungs-Neubau.

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erstellt am 08.Jun.2014 | 10:00 Uhr

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