Nahverkehr : Bus und Bahn werden teurer

Insgesamt 3,86 Prozent mehr müssen die Rostocker ab Februar für den öffentlichen Nahverkehr zahlen.
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Insgesamt 3,86 Prozent mehr müssen die Rostocker ab Februar für den öffentlichen Nahverkehr zahlen.

Verkehrsverbund Warnow erhöht ab Februar die Preise in und um Rostock und begründen dies mit neuen Tarifverträgen

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12. Dezember 2014, 09:00 Uhr

Der Verkehrsverbund Warnow (VVW) zieht zum 1. Februar die Preise an. Betroffen ist davon auch die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG). Sie schlägt beispielsweise zehn Cent auf die Einzelfahrkarte und die Kurzstrecke auf, die damit künftig 2 Euro beziehungsweise 1,50 Euro kosten werden. Insgesamt müssen die Hansestädter 3,86 Prozent mehr zahlen. „Wir geben mit der Preisanpassung die gestiegenen Kosten weiter, etwa durch die Tarifabschlüsse der Mitarbeiter“, sagt VVW-Geschäftsführerin Andrea Doliwa.

Während der Preis für das Schülerticket bis auf Weiteres stabil bleibt, müssen auch Senioren künftig tiefer in die Tasche greifen. Statt der bisher 40,90 Euro müssen sie ab Februar 42,50 Euro für ihr Mobil-60-Ticket zahlen. Kein Wunder also, dass dieser Aufschlag bei ihnen auf wenig Gegenliebe stößt. „Das ist zu viel, zumal wir vor einigen Jahren mit deutlich weniger angefangen haben“, sagt die erzürnte Edeltraut Rosenfeld. Aus Mangel an Alternativen muss die 78-Jährige die Tarifangleichung jedoch notgedrungen hinnehmen. „Ich wohne in Schmarl, da bin ich einfach auf Bus und Bahn angewiesen“, sagt die Rostockerin.

Einen Zusammenhang zwischen Preiserhöhung und Anschaffung der neuen Straßenbahnen verneint Jochen Bruhn, kaufmännischer Vorstand der RSAG, vehement. „Das spielt dort keine Rolle. Die Frage der Qualität der Bahnen ist über politische Zuschüsse geregelt“, versichert er.

Eine positive Nachricht gibt es hingegen für die kleineren VVW-Kunden. Neu eingeführt wird das Vorschul-Ticket. „Hiermit wollen wir die Spanne vom sechsten Geburtstag bis zum Schulanfang abdecken und die Eltern entlasten“, sagt Claudia Barlen, Vorsitzende des VVW-Aufsichtsrates. Mussten Kinder in genau jenem Zeitraum bisher den Preis einer ermäßigten Monatskarte zahlen, gibt es das Vorschul-Ticket nun zum Preis einer normalen Schülerfahrkarte. Ebenfalls neu in der Angebotspalette des VVW findet sich die regionale Monatskarte für das Fahrrad, die bei Abos optional dazu gekauft werden kann.

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