CSD in Rostock : Bunte Party für mehr Toleranz

Drag-Queen Tatjana Taft wird bei der Parade im Cabrio durch die City chauffiert.
Drag-Queen Tatjana Taft wird bei der Parade im Cabrio durch die City chauffiert.

Der Christopher Street Day macht auf Konflikte in Russland aufmerksam und wirbt für die Gleichstellung Homosexueller

svz.de von
20. Juli 2014, 20:00 Uhr

Gut gelaunte und bunt gekleidete Menschen haben am Sonnabend in der City die Blicke der Passanten auf sich gezogen. Anlässlich des Christopher Street Days (CSD) versammelten sich mehr als 3500 Menschen ab 13 Uhr auf dem Neuen Markt und demonstrierten gegen Homophobie, die vor allem in Russland ein ernst zu nehmendes Problem darstellt. Um näher darauf eingehen zu können, ließ der CSD-Verein den Russen Slawa einfliegen. Er berichtete von der schwierigen Situation der Homosexuellen in seinem Heimatland.

Nicht nur der Gastredner aus St. Petersburg machte auf das Problem der nach wie vor bestehenden Homophobie aufmerksam. Auch von Seiten der Kommunalpolitik erhielt das Anliegen der Demonstranten Unterstützung. So schlossen sich auch Vertreter von SPD, Linke, FDP und Grüne der Kundgebung an. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) sprach seine Sympathie für die Botschaft des CSD aus.

Der Warnemünder Uwe Jessulat von der Agentur Event Marketing für Trend und Fashionshow nahm im offenen Cabrio und Kostüm an der Demonstration teil. „In Deutschland haben wir schon viel erreicht. Es ist ein großer Luxus für uns, unsere Liebe und Sexualität frei entfalten zu dürfen“, sagt der Unternehmer, der am Sonnabend unter dem Motto „Liebe, Leben, Leidenschaft – Alle sind wir gleich“ bei der Kundgebung mitwirkte.

Neben der politischen Botschaft steht beim CSD traditionell auch das Feiern im Mittelpunkt. So hatten die Organisatoren auch in diesem Jahr ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Kai Kretscher, Pony M und Mary Rose sorgten für gute Stimmung. Kurz nach 15 Uhr machten sich die Menschenmassen schließlich bereit für die große Parade, welche unter anderem durch die Kröpeliner Straße zog. Mit bunten Wagen und lauter Musik erregte die Demonstration viel Aufsehen. Auf dem Neuen Markt wurde anschließend bis 22 Uhr gefeiert. Wer dann noch nicht genug hatte, zog weiter zur Aftershow-Party.

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