zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 04:33 Uhr

Eisfasching : Bunte Gestalten am Strand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sonnenstrahlen begleiten den traditionellen Fasching der Eisbader / Leipziger Urlauber geht spontan mit ins Wasser

Frühlingsstimmung herrschte am Sonnabend am Warnemünder Strand. Tagesgäste nutzten die warmen Sonnenstrahlen für einen Spaziergang und wurden eiskalt vom Fasching erwischt. Die Rostocker Seehunde frönten nicht nur dem Badespaß in der drei Grad Celsius kalten Ostsee, sondern hatten sich wie jedes Jahr kunterbunt verkleidet. Badenixen, Matrosen und rothaarige Polizistinnen waren der Hingucker für Zaungäste.

Bei den Wetterverhältnissen plantschte der ein oder andere Seehund etwas länger als gewöhnlich im Wasser. Unter den Wochenendurlaubern fand sich ein mutiger, der sich vom Enthusiasmus der kostümierten Eisbader anstecken ließ und das Experiment Winterbaden ausprobierte. „Ich habe bereits von der Aktion im Radio gehört und wollte es schon lange mal ausprobieren," beschreibt Heiko Siegert seinen außerplanmäßigen Badespaß im Februar. Nach dem Bad fühle er sich wie neu geboren. Die Rostocker Seehunde nahmen den Neuankömmling in ihrer Mitte auf, gaben Tipps beim Abtauchen und klopften ihm anerkennend auf die Schulter. Der Leipziger blieb mehrere Minuten im Wasser und zeigte sich danach begeistert. ,,Das Ausprobieren lohnt sich“, sagt er. Diese Aktion soll nicht seine letzte gewesen sein. 40 Seehunde und zehn Gäste aus anderen Vereinen gingen baden, bevor sie am nächsten Wochenende mit 120 bundesweiten Winterschwimmern in den Ruppiner See springen möchten. ,,Im Anschluss lassen wir den Tag in der Wellness-Therme ausklingen“, sagte Joachim Glaser aus Neuruppin. Gemeinsam hatte er dieses Treffen mit Dietmar Marquardt, dem Vereinsvorsitzenden der Seehunde, organisiert. Auch sonst wird es den Seehunden nicht langweilig. Neuerdings baden sie nach dänischem Vorbild ab 19 Uhr bei Vollmond mit Beleuchtung. Knicklichter werden als nötige Sicherheitsmaßnahme eingesetzt, damit keiner verloren geht. Kürzlich gab es eine weniger lustige Nachtaktion: Das letzte Sturmtief setzte mit dem Hochwasser das Vereinsdomizil unter der Wasserwache außer Betrieb. ,,Wir mussten nachts das Inventar retten“, so Marquardt. Am 25. April endet die Eiszeit mit dem traditionellen Abbaden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen