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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. September 2017 | 15:39 Uhr

Bundesverband läuft gegen Kürzungen Sturm

vom

svz.de von
erstellt am 01.Nov.2011 | 10:05 Uhr

Rostock/Berlin | "Hier beginnt eine Großstadt, sich selbst abzuschaffen", sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV), mit Blick auf Rostock. Die Interessenvertretung der Orchestermusiker und der Theatermitarbeiter kritisiert die derzeitigen Debatten zu Kürzungen und Schließungen in Rostock. Damit stellt sich die DOV klar hinter die Angestellten des Volkstheaters. Ensembleverkleinerungen erteilt die Vereinigung eine deutliche Absage und warnt vor der im Raum stehenden Orchester-Holding. Schon allein wegen der Entfernung der Standorte Rostock und Schwerin habe eine solche Fusion keinen Sinn. "Rostock braucht als Großstadt ein vernünftiges und selbst produziertes kulturelles Angebot", so Mertens. Er führt als Argument ins Feld, dass bei der Norddeutschen Philharmonie die ursprünglich 99 Planstellen bereits auf 82 gekürzt wurden, von denen darüber hinaus zehn unbesetzt sind. "Wer hier noch weiter kürzen will, begibt sich irgendwann auf ein künstlerisches Niveau, das dem Ansehen der Hansestadt nicht mehr gerecht wird", mahnt der DOV-Geschäftsführer. Er mutmaßt, dass bei der Privatisierung des Theaters falsch gerechnet worden sei: "Das kann man jetzt nicht einfach den Beschäftigten von Theater und Orchester aufbürden."

Neu entfacht war die Diskussion um Spar-Konzepte, nachdem die Landesregierung mitgeteilt hatte, dass die Zuschüsse trotz höherer finanzieller Belastungen der Theater nicht steigen werden. Darüber hinaus sollen die Zuwendungen ab 2013 an die Bedingung geknüpft werden, dass sich die Theater und Orchester geldsparend umstrukturieren.

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