Urteil : Bundesgericht bestätigt Haft

Der Rentner Manfred H. muss für dreieinhalb Jahre imns Gefängnis.
Der Rentner Manfred H. muss für dreieinhalb Jahre imns Gefängnis.

Manfred H. muss für den Tod eines 85-Jährigen dreieinhalb Jahre ins Gefängnis

svz.de von
06. November 2015, 06:00 Uhr

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen den 65-jährigen Rentner Manfred H. aus Lütten Klein bestätigt. Er war am 27. Februar 2015 vom Landgericht Rostock wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Der Angeklagte legte dagegen Revision ein und verlor. Damit ist das Urteil jetzt rechtskräftig.

Manfred H. war am 21. Mai 2013 mit dem Fahrrad unterwegs, um sich einen Arzttermin zu besorgen. Hinter dem Straßenbahnwartehäuschen in der Warnowallee kam es zu einer zufälligen Berührung mit dem 85-jährigen Gunter R., der auf dem Weg zur Post war. Manfred H. stieg von seinem Rad und versetzte dem betagten Mann einen kräftigen Faustschlag ins Gesicht. Gunter R. verlor das Bewusstsein und schlug ungebremst mit dem Hinterkopf auf. Obwohl Manfred H. das gesehen hatte, kümmerte er sich nicht um sein Opfer, sondern machte sich auf den Weg nach Hause. Zwei Tage später verstarb der 85-Jährige.

Aufgeflogen war Manfred H., als er am 24. Mai der Bedienung in seinem Stammlokal von dem Zusammenstoß erzählte. Die junge Frau wusste, dass sein Opfer an den Folgen des Sturzes gestorben war. Sie teilte ihre Vermutung der Polizei mit.

Vor Gericht räumte Manfred H. die Tat ein, schilderte aber einen anderen Hergang. Der 85-Jährige habe ihm ins Lenkrad gegriffen und er ihm dafür eine kräftige Ohrfeige versetzt. Er gab auch zu, gesehen zu haben, dass das Opfer wie ein Brett umfiel.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen