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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 22:36 Uhr

Warnemünde : Büttners Windspiel dreht sich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Metallskulptur von Gottfried Büttner ist wieder da.

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Ein beliebtes Schwergewicht ist gestern an die Warnemünder Promenade zurückgekehrt. Restaurator Reinhard Bloch hat mit Klaus-Dieter Krüger von Opel Krüger die 200 Kilo schwere Metallskulptur von Gottfried Büttner aus dem Jahre 1979 an ihren Platz schräg gegenüber vom Hotel Hübner transportiert. Mit Hilfe eines Kranteils wurde sie an den ursprünglichen Platz gehievt. In einer mehrwöchigen Restauration hatte Bloch die Witterungsschäden des Kunstwerkes beseitigt. „Die Skulptur war stärker von Wind und Wasser angegriffen, als wir vorher vermutet haben“, sagt Bloch.

Dass sich das Windspiel nicht mehr im Wind drehte, war besonders dem Warnemünder Georg Zach aufgefallen. Er hat mehrmals auf diesen Missstand hingewiesen. Selbst bei starkem Wind hatten sich die dafür vorgesehenen Ringe nicht mehr gedreht. Das Kulturamt und seine Leiterin Michaela Selling hatten damals mit dem Versprechen reagiert, dass die Skulptur repariert wird. „Die Warnemünder sind besonders aufmerksam“, hatte sie damals Hinweisgeber Zach und anderen Bewohnern im Seebad bescheinigt. Für Selling ist das ein Beweis, dass die Kunst im öffentlichen Raum nicht nur dasteht, sondern wahrgenommen wird.

Sarah Linke, beim Amt für Kultur- und Denkmalpflege zuständig für Bildende Kunst im öffentlichen Raum, bestätigt, dass die Schäden größer waren, als ursprünglich gedacht. „Dadurch ist die vorher geschätzte Summe von 3000 auf 5000 Euro gestiegen“, so Linke. Das Geld stammt aus dem Budget für Werterhaltung der Kunstwerke in der Hansestadt.

Restaurator Bloch hat in knapp drei Monaten die Skulptur komplett auseinandergenommen und alles erneuert. „Die Skulptur hat eine neue Welle, neue Lager und neue Abdichtringe bekommen“, zählt er auf. Außerdem hat er den Edelstahl entrostet, mit einem Kreuzschliff versehen und durch den Anstrich mit wasserlöslichem Lack geschützt. Nach der Montage sind die beiden Männer zufrieden, dass sich das Windspiel wieder dreht. „Darüber freue ich mich sehr, auch wenn ich es lange nicht mehr gesehen habe“, sagt Schöpfer Gottfried Büttner. Er will vielleicht nach Warnemünde reisen.

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