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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 11:56 Uhr

Bürgerschaft positioniert sich zu Theater-Modellen

vom

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erstellt am 04.Dez.2012 | 09:52 Uhr

Rostock | Die Zukunft des Rostocker Volkstheaters ist das dominierende Thema bei der morgigen Sitzung der Bürgerschaft. Die Fraktionen wollen sich zu den neun Modellen positionieren, die die Metrum GmbH zur Entwicklung der Theater- und Orchesterstruktur im Auftrag des Landes vorgeschlagen hatte. Diese sehen verschiedene Möglichkeiten - von der weitgehenden Autonomie der Bühnen bis zu verschiedenen Kooperations- und Fusionsszenarien - vor. Mehrere Fraktionen der Bürgerschaft und auch Rostocks Kultursenatorin Liane Melzer (SPD) haben bereits klargemacht, dass sie an der Eigenständigkeit des Volkstheaters festhalten wollen. Voraussichtlich wird die Bürgerschaft auch die Themen Landesbeteiligungen und -förderung für einen Theaterneubau in Rostock diskutieren.

Hilfspaket liegt nach Widerspruch auf Eis

Außerdem will die Bürgerschaft morgen noch einmal über das Hilfspaket für die Volkstheater GmbH abstimmen. Zwar hatte sie schon im November beschlossen, dass die Stadt mit einer Geldspritze von bis zu 1,3 Millionen Euro eine Insolvenz der Bühne abwenden und die Gehaltserhöhung um 3,5 Prozent für deren Mitarbeiter mittragen soll. Wegen eines Widerspruchs von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) konnten die Beschlüsse bislang aber nicht in Kraft treten. Methling hatte unter anderem moniert, dass die Bürgerschaft für die Ausgaben keine Deckungsquelle aufgezeigt hatte.

Ämterstruktur bleibt umstritten

Ein weiterer heftig umstrittener Punkt zwischen Bürgerschaft und Rathauschef ist die von ihm geplante Verlagerung des Rechnungsprüfungsamtes. Methling hatte das Amt, das bislang zum Senatsbereich Finanzen gehörte, per Organisationsverfügung seinem eigenen Bereich zugeordnet. Das will ihm die Bügerschaft morgen mit einem Beschluss untersagen. Die zukünftige Arbeit im Rathaus betrifft auch eine Beschlussvorlage zum Personalmanagementkonzept. Nachdem die Stadt ihr Personal aus Kostengründen jahrelang reduziert hatte, soll es nun wieder aufwärts gehen.

Einen wahren Abstimmungsmarathon haben die Mitglieder der Bürgerschaft schließlich zum Thema Leitlinien zur Stadtentwicklung vor sich. Dabei geht es um einen langfristigen strategischen Plan für die Entwicklung der Stadt. Nachdem die Leitlinien erstmals im Jahr 2000 beschlossen wurde, sollen sie nun fortgeschrieben und angepasst werden. Nach ausführlichen Diskussionen in Beiräten, Ausschüssen und den Fraktionen konnten die Interessengruppen ihre Änderungsvorschläge einbringen - mehr als 50 sind dabei zusammengekommen.

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