Kröpelin : Bürgermeister klagt jetzt

In sein Amt als Kröpeliner Bürgermeister will Hubertus Wunschik sich jetzt zurückklagen.
In sein Amt als Kröpeliner Bürgermeister will Hubertus Wunschik sich jetzt zurückklagen.

Hubertus Wunschik will trotz seiner Absetzung durch revoltierende Stadtvertreter zurück ins Kröpeliner Rathaus

von
13. Januar 2016, 21:00 Uhr

Der in den Ruhestand versetzte Bürgermeister von Kröpelin, Hubertus Wunschik (Grüne), klagt am kommenden Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht Schwerin auf Wiedereinsetzung in sein Amt. Der Gerichtstermin ist der vorläufige Höhepunkt einer Auseinandersetzung, die letztlich mit der überraschenden Wahl des heute 58-Jährigen aus Mönchengladbach im September 2008 begann, sagte sein Anwalt Philipp von Groll. Sein Mandant sei vollständig genesen, es gebe keinen Hinderungsgrund für die Fortsetzung der Tätigkeit. Die reguläre Amtszeit als Bürgermeister der knapp 5000-Einwohner-Kommune läuft noch bis Herbst 2017.

Wunschik hatte vor seiner Wahl oft Urlaub in der Region gemacht, dann für das Amt kandidiert und gewonnen. Die Stadtvertreter und der neue Bürgermeister fanden von Beginn an offensichtlich nie einen guten Draht zueinander. Das Problem sei gewesen, dass Wunschik quasi als Fremder und zunächst Parteiloser ohne eigene Hausmacht seiner Arbeit nachgehen musste, sagte von Groll. Beobachtern zufolge war das politische Tagesgeschäft oft Gegenstand von Anzeigen und Prozessen. Die Stadtvertreterversammlung beschloss Ende 2011 einen Bürgerentscheid zur Abwahl des Bürgermeisters. Dieser scheiterte jedoch, weil sich nicht genügend Kröpeliner an der Wahl beteiligten, Wunschik blieb im Amt.

Doch die Querelen endeten nicht. Nach mehreren Krankschreibungen und Kuraufenthalten von 2013 an war Wunschik von den Stadtvertretern 2014 in einem einstimmigen Beschluss in den Ruhestand geschickt worden.

Grundlage dieses Beschlusses sei ein amtsärztliches Gutachten gewesen, sagte Hauptamtsleiter Thomas Gutteck. Darin sei seine Dienstunfähigkeit bescheinigt worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen