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Südtstadt : Bürger wollen Kunst an der Stadthalle behalten

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sandsteinpleinair muss wegen Umbau vom Platz der Freundschaft weichen. Kulturamt sichert Wiederaufbau zu.

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Wenn Rostock die Stadthalle umbaut, wird auch das Areal rundherum erneuert. Dabei müssen mindestens fünf der elf Skulpturen des Sandsteinpleinairs „Freundschaft“ weichen und eingelagert werden. Ob und wo sie wieder aufgestellt werden, ist noch nicht klar. Um ihre Kunst an der Stadthalle nicht zu verlieren, haben Liane Buchmann und Gundula Moldenhauer eine Petition gestartet.

„Wir haben den Oberbürgermeister, sein Büro, das Stadtplanungs- und das Kulturamt angeschrieben, um zu erfahren, was mit den Skulpturen passiert, aber keine Antwort erhalten“, sagt Gundula Moldenhauer. Auch sei im Dezember eine Begehung mit dem Kunstbeirat kurzfristig abgesagt worden – „da haben wir dann gemerkt, dass wir etwas tun und das Thema öffentlich machen müssen“, so Moldenhauer.

Die Sandsteinskulpturen wie das „Sonnenmädchen“, „Thor“ oder „Tanz in den Wolken“ seien extra für den Platz der Freundschaft geschaffen worden und hätten durch die Darstellung der Städtepartnerschaften auch eine historische Bedeutung, erklärt die Südstädterin. „Uns ist wichtig, dass die Gruppe nicht auseinandergerissen wird“, sagt Moldenhauer. Mehr als 200 Rostocker und Kunstliebhaber aus ganz Deutschland haben die Petition „Der Skulpturenpark von 1989 an der Stadthalle Rostock darf nicht weg“ bereits unterzeichnet. „Das zeigt, dass auch viele andere Leute daran interessiert sind, ihre Kunst hier zu behalten“, sagt Liane Buchmann. Gestern dann ein Stück Entwarnung: In einem Gespräch mit Stadthallen-Chefin Petra Burmeister und Kulturamt sei ihnen versichert worden, dass die Figuren nach der Sanierung wieder aufgestellt werden sollen, so Moldenhauer. Allerdings sei wegen der barrierefreien Bauvariante auf dem Gelände der Stadthalle nicht mehr genügend Platz, erklärte Amtsleiterin Michaela Selling bereits am Donnerstag im Kulturausschuss. Die Stadt wolle jedoch prüfen, wo das Sandsteinpleinair in der Nähe wieder installiert werden könne. Allerdings müsse berücksichtigt werden, dass das gesamte Gebiet um die Stadthalle – mit Parkhaus, neuem Supermarkt bis hin zum Südbahnhof – sich noch weiterentwickeln wird, so Selling.

Die Petition wollen Buchmann und Moldenhauer aber dennoch weiterlaufen lassen: „Wir haben ja immer noch keine konkreten Aussagen, wann, wie und wo die Skulpturen wieder aufgestellt werden. Von der Finanzierung ganz zu schweigen …“, gibt Gundula Moldenhauer zu bedenken.

Zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/

skulpturenpark-von-1989-an-der-stadthalle-rostock-darf-nicht-weg

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