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14. Dezember 2017 | 20:14 Uhr

Bühnenverein rät von Fusionen ab

vom

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2012 | 07:28 Uhr

Rostock | Der Deutsche Bühnenverein hält eine Zusammenlegung von Orchestern und Theatern für nicht zielführend. Keines der bisher fusionierten Theater oder Orchester sei heute in einer stabilen Finanzlage, sagt der Direktor des Bühnenvereins, Rolf Bolwin. Denn nicht nur in Rostock und Schwerin denken Entscheidungsträger derzeit über eine Fusion der Orchester oder der gesamten Theaterbetriebe nach. Auch in Köln und Bonn steht eine Opernfusion auf der Tagesordnung. Am Mittwoch wurde dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. "Es ist nicht die Frage, ob und wie es geht, sondern welche Auswirkungen es für die beiden Städte und ihre Theater hat", sagt Bolwin.

Der Bühnenverein habe bereits mehrere Theaterfusionen begleitet und berechnet. Die Mitglieder wüssten daher, was es heißt, zwei Theater zu fusionieren: massiver Personalabbau, dessen Kostenersparnisse durch die Lohnerhöhungen des öffentlichen Dienstes zugunsten der verbleibenden Mitarbeiter in kürzester Zeit wieder aufgefressen werden.

"Wenn man durch eine Opernfusion Geld einsparen will, so geht das im Übrigen kurzfristig gar nicht, weil der Personalabbau nur langsam erfolgen kann", erklärt Bolwin. Für eine Fusion bedürfe es der Beteiligung der Arbeitnehmerseite. Diese stimme einer Fusion aber regelmäßig nur dann zu, wenn garantiert sei, dass niemand entlassen wird.

Derzeit wird in MV über eine Teil- oder Vollfusion der Theater in Rostock und Schwerin nachgedacht.

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