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20. November 2017 | 16:38 Uhr

Buckelpiste ist bald Vergangenheit

vom

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2011 | 08:00 Uhr

Rostock | Zwei Flächen vor den historischen Toren der Hansestadt bekommen ein neues Gesicht. Für rund 3,4 Millionen Euro werden der Vorplatz vor dem Kröpeliner Tor und die Petrischanze südlich der Stadtmauer umgestaltet. "Die Freiflächen vor den beiden Stadttoren haben eine historische Bedeutung, weil die Handelsstraße von Lübeck ins Baltikum früher an ihnen vorbeiführte", sagt Bausenator Holger Matthäus (Grüne).

Nachdem der Winter die meisten Betonplatten vor dem Kröpeliner Tor gesprengt und für Passanten zu einer Stolperpiste hat werden lassen, wird der Fußgängerbereich bis zum Schröderplatz erneuert. "Rostocks Innenstadt wird dadurch noch attraktiver", sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos).

Parkbänke und Fahrradständer

Unter anderem bekommt der Platz neue Bänke und Sitzmauern. Stellplätze für Fahrräder sind ebenfalls vorgesehen. Am Rande der Wallböschung wird es eine Aussichtsplattform geben. Fünf Torelemente aus Stahlbeton werden künftig das Kröpeliner Tor und die Stadtmauer verbinden. Die Bauarbeiten in Höhe von 1,7 Millionen Euro sollen im August beginnen und bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Die Umgestaltung an der Petrischanze folgt 2012. Auf der derzeit noch brachliegenden Fläche entstehen eine weitläufige Rasenfläche sowie ein Freizeit- und Sportbereich. Zudem wird es einen öffentlichen Parkplatz mit 61 Stellflächen für Autos und neun Busparkplätze geben. "Dort werden wir unser Reisebuskonzept umsetzen und dadurch mehr Touristen in die Stadt ziehen können", sagt Bausenator Matthäus. Neben Abstellflächen für Fahrräder werde außerdem eine Toilette errichtet. Die Kosten für diese Anlage belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro.

Zur Förderung der zwei Projekte hat Bauminister Volker Schlotmann (SPD) gestern zwei Bescheide aus Städtebaufördermitteln in Höhe von insgesamt 2,6 Millionen Euro an Methling überreicht. "Die Attraktivität der Stadt als Ensemble wird somit gesteigert", sagt er. Rund 100 Millionen Euro Fördermittel sind in den vergangenen 20 Jahren in Sanierungsarbeiten der Hansestadt geflossen. "Im vergangenen Jahr waren es 20 Millionen Euro und in diesem Jahr werden es etwa 21 Millionen sein", so der OB. Trotz anstehender Kürzungen der Fördermittel von 50 auf 25 Prozent, plant Methling weiterhin den Umbau des Lichtenhäger Brinks.

Unterdessen konnten die Arbeiten am Kanonsberg abgeschlossen werden. "Es gab einige Verzögerungen durch Materialbeschaffungen und unterirdische Hindernisse", sagt Reinhard Wolfgramm, Chef der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung.

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