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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 01:19 Uhr

Brutaler Überfall auf Rostockerin

vom

svz.de von
erstellt am 22.Dez.2009 | 05:32 Uhr

Rostock | Zwei bewaffnete Männer haben gestern morgen einen Discounter im Stadtteil Dierkow überfallen. Dabei gingen die Unbekannten brutal gegen eine Mitarbeiterin vor. Nachdem ein Kollege die Polizei verständigt hatte, flüchteten sie.

Es ist kurz vor 6 Uhr in der Früh. Noch ist der Lidl-Markt in der Hinrichsdorfer Straße in Dierkow geschlossen. Eine 22-jährige Rostockerin arbeitet hier und will gerade ihren Dienst antreten. Am Lieferanteneingang wird sie von zwei Männern abgepasst. Sie sind groß, von kräftiger Gestalt, wahrscheinlich Mitte 20. Mit fremdländischem Akzent reden die beiden auf die junge Frau ein. Einer hat eine Pistole dabei. Der andere bedroht die hilflose Verkäuferin mit einem Elektroschocker.

Die Gesichter der Angreifer kann das Opfer nicht erkennen. Sie verstecken sich hinter schwarzen Skimasken. Nur kleine Schlitze für die Augen und den Mund sind in den dunklen Stoff geritzt. Völlig überrumpelt wird die Frau von den Unbekannten in den Pausenraum des Discounters gedrängt. Das Opfer wehrt sich heftig, aber ohne Chance. Die Männer würgen die Frau, setzen das Elektroschockgerät ein.

Zum Glück ist bereits ein Kollege zur Stelle, der den Vorfall bemerkt. Der 32-Jährige alarmiert per Notruf die Polizei. Als die Angreifer hören, dass die Einsatzkräfte unterwegs sind, lassen sie von ihrem Opfer ab. Sie verlassen den Einkaufsmarkt ohne Beute und flüchten im Schutz der Dunkelheit in ein nahegelegenes Wohngebiet.

Als die Polizei am Tatort eintrifft, können die Beamten umfangreich Spuren sichern. Ein Diensthund verfolgt die Fährte der brutalen Angreifer sogar ein Stück weit. Leider ohne Erfolg. Die Spur reißt plötzlich ab.

"Der Frau geht es den Umständen entsprechend gut. Sie war so gefasst, dass wir sie befragen konnten", berichtet Polizei-Sprecher Volker Werner. Was dei Forderungen oder das Ziel der Täter anbelangt, tappt die Polizei noch im Dunkeln. Die Tageseinnahmen der Discounter waren bereits am Vorabend zur Bank gebracht worden.

Ob es sich bei der Pistole, die einer der Angreifer mit sich führte, um eine scharfe Waffe handelt, ist ebenso unklar. Schreckschusspistolen oder Anscheinswaffen sehen diesen zum Verwechseln ähnlich. "Scharfe Waffen sind relativ registriert", so Werner. Was aber nicht ausschließe, dass nicht auch illegal Pistolen im Ausland besorgt werden könnten oder alte Waffen auftauchten. Elektroschocker können im Handel gekauft werden. "In letzter Zeit haben diese Geräte kaum eine Rolle gespielt", erklärt der Polizei-Sprecher.

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