Brutaler Angriff auf eine Kroatin

Der Tatort wurde großräumig abgesperrt, Kriminaltechniker und Beamte der Mordkommission waren im Einsatz. Foto: Stefan Tretrop
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Der Tatort wurde großräumig abgesperrt, Kriminaltechniker und Beamte der Mordkommission waren im Einsatz. Foto: Stefan Tretrop

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17. Oktober 2013, 04:08 Uhr

Kröpeliner Tor-Vorstadt | Blutiger Anschlag auf eine 39-jährige Kroatin in der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt: Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag.

Blutüberströmt brach die Frau am Mittwochabend mitten auf der Straße zusammen. Die 39-Jährige wurde Opfer eines brutalen Anschlags und erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen im Bauch- und Halsbereich. Wie es dazu gekommen ist, darüber wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern. "Bislang können keine Angaben zu eventuellen Tatverdächtigen gemacht werden", sagt Holger Schütt, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft. Auch zum Tathergang können keine Angaben gemacht werden.

Klar ist, dass die Osteuropäerin in der Fritz-Reuter-Straße 13 bei der Auseinandersetzung mit Unbekannten schwer verletzt wurde. Sie stürmte schreiend aus dem Haus und schleppte sich blutüberströmt bis auf Höhe der Hausnummer 66. Auf dem Gehweg brach die Frau völlig entkräftet zusammen. Dort wurde die Schwerverletzte von Passanten gefunden und zur ärztlichen Versorgung sofort ins Krankenhaus gebracht. Sie schwebt in akuter Lebensgefahr.

Ein Großaufgebot der Polizei, Kriminaltechniker und Beamte der Mordkommission sperrten den Tatort in der Fritz-Reuter-Straße großräumig ab und nahmen die Untersuchung auf. Für Passanten blieb die Straße vorübergehend gesperrt. Zwei Spezial-Spürhunde der Polizeistaffel kamen außerdem zum Einsatz.

Eine heiße Spur zum Täter gibt es jedoch scheinbar noch nicht. Die Rostocker Polizei und die Staatsanwaltschaft suchen nach Zeugen, die am Mittwochabend in der Straße etwas Auffälliges beobachtet haben.

Ob es sich bei der attackierten Kroatin um eine Frau aus dem Rotlicht-Milieu handelt, konnte von der Staatsanwaltschaft bisher nicht bestätigt werden. Allerdings ist das Wohnhaus in der Fritz-Reuter-Straße 13 auf einschlägigen Internetseiten und Foren eindeutig der Erotik-Branche zuzuordnen.

Zudem befindet sich in dem Haus ein Massage-Studio, welches ebenfalls im Internet mehrfach als Erotik-Betrieb bezeichnet wird.

Vor fast genau einem Jahr spielte sich im selben Stadtteil ein ähnliches Drama ab. Das Opfer, die 52-jährige Prostituierte Yana M., überlebte die Messer-Attacke allerdings nicht. Damals, im November 2012, suchte der 23-jährige Paul K. in der Doberaner Straße eine Modellwohnung auf. Ohne zu zögern stieß er Yana M., die ihm nichts ahnend die Tür öffnete, ein Messer in den Bauch und dann dreimal in den Rücken. Zuletzt hielt Paul K. seinem Opfer den Mund zu und durchtrennte beide Halsschlagadern. Die Frau verblutete.

Vor seinem Angriff auf die Prostituierte soll sich Paul K. in der Fritz-Reuter-Straße ein Opfer gesucht haben. Weil er dort aber mehrere Frauen angetroffen hatte, ging er weiter in die Doberaner Straße. Als Tatmotiv nannte Paul K. die Lust zum Morden. Er wollte sehen, wie ein Mensch stirbt. Der Täter wurde daraufhin wegen Mordes zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

Hinweise an die Polizeiinspektion Rostock: Telefon 0381/652 62 24

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