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Warnemünde : Brenner an: Baubeginn für die Konverterplattform

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Erster Stahlzuschnitt auf der Nordic-Werft in Warnemünde / Mehr als 20 000 Tonnen Metall werden verbaut

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 21:18 Uhr

Der gestrige 9. Oktober ist ein bedeutsames Datum für die Geschichte von Nordic Yards in Warnemünde. Denn es fiel der Startschuss für den Bau der Offshore-Konverterplattform Dolwin gamma. Auftraggeber sind der französische Industriekonzern Alstom und Netzbetreiber tennet. Dolwin gamma soll in der südwestlichen Nordsee Wechselstrom von mehreren Windparks in Gleichstrom umwandeln und über ein See- und Landkabel an die Umrichterstation Dörpen West weiterleiten.

In einer feierlichen Zeremonie mit den Geschäftsführern und einigen Mitarbeitern der Unternehmen erfolgte gestern der erste Stahlzuschnitt. An der Brennmaschine überwachte André Kunstmann den Vorgang. Den entscheidenden Knopf durfte Wilfried Breuer, Offshore-Direktor von tennet drücken. Im Anschluss unterzeichnete er mit Gerhard Seyerling, Vize-Präsident von Alstom Grid sowie Fred Wegener, Technischer Geschäftsführer von Nordic Yards, die Verträge.

Es ist die vierte Plattform, die bei Nordic Yards gefertigt wird. Allerdings bestehen Unterschiede zu den bisherigen Objekten. Das aktuelle Projekt ist komplexer und anspruchsvoller als seine Vorgänger. Erstmals ist die Werftengruppe neben der kompletten Planung für den Transport und Installation verantwortlich.

„Wir freuen uns, mit unseren Kunden die deutsche Energiewende gemeinsam voranzubringen“, sagt Wegener. Auch tennet-Geschäftsführer Wilfried Breuer gerät ins Schwärmen: „Die Plattform wird das Herzstück einer von zwölf Anbindungen von Offshore-Windparks in der Nordsee sein“, sagt er.

„Nordic Yards fertigt das Stahlgehäuse und die Unterkonstruktion der Plattform in optimierter Bauweise an den Unternehmensstandorten“, so Sprecherin Susanne Meyer. Nach früheren Angaben von Werftenchef Witali Jussufow hat die gesamte Plattform inklusive der komplexen Innenausrüstung, die nicht von Nordic bereitgestellt wird, einen Wert von bis zu 800 Millionen Euro. Im gelben Gehäuse finden die Alstom-Umspanntechnik, Werkstätten, Wohn- und Maschinenräume Platz. Es ist hoch wie ein elfstöckiges Wohnhaus, 55 Meter breit und länger als ein Airbus A380. Die Plattform Dolwin gamma soll 2017 fertig gestellt sein.

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