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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 05:51 Uhr

Stadtjubiläum : Braucht Rostock einen Partyplaner?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Konzept und Finanzierung der Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum ungeklärt / Fraktionen fordern professionelle Hilfe bei der Organisation

Kein Motto, kein Konzept und die Finanzierung ungeklärt – eine konkrete Planung zum 800. Stadtgeburtstag in 2018 steht noch immer aus. Deshalb soll die Stadt jetzt prüfen, ob bei der Organisation und Vorbereitung der Feierlichkeiten in der Hansestadt externe, professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Das fordern die Fraktionen CDU, Linke, Grüne, UFR/FDP und Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09 in einem gemeinsamen Änderungsantrag zur Beschlussvorlage zum Masterplan 800-Jahr-Feier. „Wir sehen nicht, dass es möglich sein wird, die Planungen intern zu schaffen“, sagt Kulturausschussmitglied Karina Jens (CDU). Es sei zeitlich und personell allein durch die Stadtverwaltung möglicherweise nicht leistbar. Daher sollte geprüft werden, ob diese komplexe Aufgabe durch eine professionelle Organisation unterstützt werden könne, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Berthold Majerus. Das reibungslose Gelingen habe oberste Priorität für das nationale und internationale Ansehen Rostocks, so Majerus.

Der Kulturausschuss der Bürgerschaft hat diesem Antrag in der vergangenen Woche zugestimmt. Auch im Kulturamt der Hansestadt stößt die Forderung nicht auf Gegenwehr: „Die Anträge sind durchaus begründet“, sagt Amtsleiterin Dr. Michaela Selling. Zwar sei mit Franziska Nagorny bereits eine erfahrene Koordinatorin für die Festivitäten zu den Jubiläen im Amt und eine weitere Stelle ausgeschrieben, aber weitere unterstützende Hilfen nicht unerwünscht, so Selling.

In dem Antrag zum Masterplan 800-Jahr-Feier fordern die Fraktionen SPD, Grüne und Linke von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zudem, bis zur Juli-Sitzung der Bürgerschaft einen Zeit- und Finanzierungsplan für die einzelnen Projekte vorzulegen. Für das Jubiläum soll die Stadt mindestens 50 000 Euro in den Haushalt 2017 und 300 000 Euro für 2018 einstellen sowie quartalsweise schriftlich über den Planungsstand berichten. Der Kulturausschuss soll bei der Auswahl der entsprechenden Projekte beteiligt werden. „Ursprünglich war auch geplant, dass wir mit über die Kosten bestimmen. Jetzt soll der Ausschuss aber zumindest eine beratende Funktion innehaben“, sagt dessen Vorsitzende Susan Schulz (Grüne).

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