zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 09:21 Uhr

Brandstifter legt Feuer in KTV-Kneipe

vom

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2013 | 07:23 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Mitten in der Nacht sind die Bewohner des Hauses in der Ulmenstraße/Ecke Margaretenstraße gestern von einem Feuer überrascht worden. Vermutlich hatten es Brandstifter gelegt. Gegen 3 Uhr brach das Feuer in einem Bierzelt vor dem Haus aus. Das Zelt gehörte zur Gaststätte Marktkrug im Erdgeschoss des Hauses. Innerhalb weniger Minuten zerstörten die Flammen das Zelt sowie sämtliche Möbel darin. Schnell griffen sie auch auf die Fassade des Mehrfamilienhauses und Fensterrahmen über.

Bewohner können in Sicherheit gebracht werden

"Aus unserem Fenster konnte ich sehen, wie die Flammen immer höher schlugen", sagt Barbara Schmidt. Die 44-Jährige wohnt in der obersten Etage des Hauses und ist gleichzeitig die Betreiberin der Gaststätte im Erdgeschoss. Schnell wollte sie sich und ihre vierjährige Tochter in Sicherheit bringen. Doch wegen der starken Rauchentwicklung und des Feuers vor der Haustür konnten die Bewohner nicht aus dem Haus fliehen.

Per Telefon hielt Barbara Schmidt Kontakt zu ihrer 25-jährigen Tochter, die ebenfalls in dem Haus wohnt. Auch sie konnte nicht aus dem Haus. Während der Qualm in den Wohnungen immer dichter wurde, öffneten die Frauen die Fenster an der Rückseite des Hauses, um mehr Luft zu bekommen. Zu diesem Zeitpunkt kam aber schon die Feuerwehr zu Hilfe. Die Einsatzkräfte konnten den Brand schnell löschen und alle Bewohner in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand.

Meterhohe Rußspuren an der Fassade

Nach dem Schrecken in der Nacht zeigte sich gestern Morgen das ganze Ausmaß der Zerstörung: Das Zelt und die Möbel waren komplett niedergebrannt. Holzbänke sind zu Asche geworden, Plastikstühle zusammengeschmolzen. Die große Fensterscheibe auf der Seite zur Ulmenstraße ist durch die Hitze zersprungen. Schwarze Rußspuren ziehen sich meterhoch über die Fassade. Wie hoch der Gesamtschaden ist, kann noch nicht beziffert werden. Bewohner und Nachbarn sind entsetzt. Auch Stammgäste des Ecklokals können das Unglück nicht fassen. "Ich kann selbst kaum glauben, dass die Stühle, auf denen wir vor Kurzem noch saßen, jetzt nur noch Asche sind", sagt Annett Nitz. Die 34-Jährige kennt die Wirtin des Marktkruges gut und fühlt mit ihr. "Das muss furchtbar für sie sein", sagt sie.

Wirtin will das Lokal schnell wieder öffnen

Doch Barbara Schmidt will sich nicht entmutigen lassen. Die Wirtin will den Marktkrug so schnell wie möglich wieder öffnen. Immerhin hat die Inneneinrichtung des Lokals kaum Schaden genommen. Und auch das private Hab und Gut ist ihr und ihrer Familie geblieben. Nach Angaben der Polizei ist das Haus weiter bewohnbar.

Wie das Polizeipräsidium Rostock gestern mitteilte, besteht der Verdacht der schweren Brandstiftung. Die Ermittlungen gegen die noch unbekannten Täter laufen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen