Landkreis Rostock : Bohrwurm gefährdet Ostsee-Buhnen

Testholz: unterschiedlich lange Verweildauer im Ostseewasser vor Kühlungsborn
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Testholz: unterschiedlich lange Verweildauer im Ostseewasser vor Kühlungsborn

Meeresbiologen der Uni Rostock untersuchen verwendetes Holz vor Kühlungsborn und Graal-Müritz

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30. Juni 2015, 08:00 Uhr

Der Bohrwurm gefährdet besonders die Buhnenpfähle in der Ostsee zwischen Kühlungsborn und Graal-Müritz. Ein Grund dafür ist der höhere Salzgehalt im dortigen Ostseewasser, wie die Universität Rostock gestern mitteilte. Meeresbiologen der Universität untersuchen seit drei Jahren im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Rostock, wie verbreitet die Schiffsbohrmuschel ist.

Die Untersuchungen ermöglichen dem Landesamt, Prognosen für den Buhnenbau zu erstellen, hieß es. Das Amt könne dadurch entscheiden, in welchem Bereich der Ostsee weiterhin heimische Weichhölzer wie Kiefer verwendet werden können und wie lange eine Buhne in welchem Küstenabschnitt halten wird. Harthölzer tropischen Ursprungs haben eine größere Resistenz gegenüber den Schiffsbohrmuscheln. Allerdings sind sie auch viel teurer als heimische Weichhölzer.

Die Schiffsbohrmuschel bevorzugt den Angaben zufolge höhere Salzgehalte. Wenn die Temperatur der Ostsee steigt, könnte dies dazu führen, dass sich die Muschel auch in Regionen mit geringen Salzgehalten wohlfühlt, hieß es. Die auch Pfahlwurm genannte Muschel kann bis zu 30 Zentimeter lang werden. Vermutlich ernährt sie sich nur von Holz. Sie benötigt einen Mindestsalzgehalt von 0,8 Prozent im Wasser, um wachsen und sich vermehren zu können. Der Salzgehalt an der Ostseeküste nimmt von Westen nach Osten ab. Festgestellt wurde, dass die Muschel vor Rügen nur selten vorkommt.

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