Einwohnerversammlung : Börgerender sind geteilter Meinung zum Hochhaus

So könnte das 67 Meter hohe und 18-stöckige Forschungsinstitut aussehen.  Grafik: WIND-projekt GmbH
So könnte das 67 Meter hohe und 18-stöckige Forschungsinstitut aussehen.

Erste Einwohnerversammlung zum geplanten 67 Meter hohen Forschungszentrum

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13. Oktober 2016, 05:00 Uhr

Aufgeheizte Stimmung im Treff der Generationen in Rethwisch: Dort fand gestern die erste Einwohnerversammlung zum geplanten Technologiezentrum in Börgerende statt, auf der Investor Carlo Schmidt für sein Projekt vom 67 Meter hohen, grünen „Haus der Energien“ warb. Die Einstellung der rund 80 Anwesenden dazu war durchaus gespalten: ein Teil ist dagegen, andere befürworten die Visionen Schmidts, einige sind noch skeptisch. In 250 Metern Entfernung vom Strand soll das Gebäude entstehen, das ein Forschungsinstitut für erneuerbare Energien beherbergen soll. Neben Laboren, Büro- und Tagungsräumen sowie Restaurant und Fitnessbereich soll in dem 18-stöckigen Bau auch eine Wetterwarte untergebracht werden. „Wir haben die Chance, hier zukunftsweisende Arbeitsplätze zu schaffen“, hebt der Investor für das 25 Millionen Euro-Projekt hervor. „Und es gibt vieles, was wir gemeinsam nutzen können wie schnellstes Internet.“

Hauptkritikpunkt der Gegner ist, dass der dörfliche Charakter des Ortes verloren gehen könnte. „Das Projekt an sich klingt gut, aber es bleibt ein Hochhaus. Das passt hier nicht rein“, findet Marita Specht. Auch viele andere fragten sich, ob das Projekt nicht in einem niedrigeren Bau oder anderen Ort realisierbar wäre. „Wir brauchen einen attraktiven Standort, um Fachkräfte und Wissenschaftler anzuziehen“, so Schmidt. Andere Stimmen befürchten eine Verschlimmerung der ohnehin schon angespannten Verkehrssituation, sollte der Bau kommen. Auch der Nutzen für die Bürger im Ort ist nach den Ausführungen Schmidts für einige nicht wirklich erkennbar.

Es gibt aber auch Einwohner der Investor an diesem Abend überzeugt hat. „Es ist eigentlich eine tolle Sache und würde sich hier auch gut machen“, lobt eine Anwohnerin. Jedoch würde sie es begrüßen, wenn mit dem Haus auch dringend benötigter Wohnraum für die Einwohner geschaffen werden könnte.

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