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20. Oktober 2017 | 16:37 Uhr

Bockhahn: "Ich hatte keinen Plan B"

vom

svz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 08:12 Uhr

Rostock | Am Ende reichten auch die Zweitstimmen für Rostocks Titelverteidiger Steffen Bockhahn nicht. Nun zieht nicht der Links-Politiker, sondern Dr. Harald Terpe von den Grünen in den Bundestag ein. Im Interview mit NNN-Redakteur Torben Hinz verrät er, ob er sich nun noch stärker in Rostock engagieren will.

Herr Bockhahn, wie geht es jetzt mit Ihnen weiter?

Bockhahn: Ich hatte keinen Plan B. Ziel war es, dieses Mandat zu verteidigen. Das hat nicht geklappt. So profan das klingt: Jetzt ist erst mal dran, das Büro in Berlin zu räumen, die Wohnung dort loszuwerden, zum Amt zu gehen und sich arbeitslos zu melden. Wenn das erledigt ist, dann kann ich anfangen, darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll.

Sie sind nun nicht mehr im Landesvorstand der Linken und auch nicht im Bundestag. Werden Sie sich auf die Kommunalpolitik konzentrieren?

Natürlich habe ich mein Bürgerschaftsmandat und liebe Kommunalpolitik. Ich bleibe auf jeden Fall ein politischer Mensch. Aber sollte es so sein, dass ich die Möglichkeit bekomme, etwas zu machen, was nicht in dieser Region stattfinden kann, dann wird es natürlich schwer, die Kommunalpolitik weiterzumachen.

Sehen wir Sie bald als Rostocker Senator wieder?

Das ist heute nicht meine Baustelle. Es geht mir nicht um den nächsten Posten - so bin ich nicht gestrickt.

Was passiert mit Ihren Rostocker Mitarbeitern?

Es wird in Rostock sicher weiterhin einen Bundestagsabgeordneten der Linken geben. Die drei Abgeordneten aus MV, die jetzt im Bundestag sind, werden sich das Land aufteilen und hier definitiv mit einem Büro ansprechbar sein. Mein Unternehmen bestand aus mir und sechs Mitarbeitern. Davon werden - wenn es gut läuft - zwei woanders unterkommen. Alles Weitere ist so, wie andere Menschen es auch kennen, wenn ein Unternehmen aufhört zu existieren.

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