zur Navigation springen

Rostocker schwebte in Lebensgefahr : Blutiges Eifersuchtsdrama

vom

Im Streit hat ein 32-jähriger Mann am Montag in Rostock-Toitenwinkel den neuen Liebhaber seiner Ex-Freundin niedergestochen. Das Opfer, ein 26-jähriger Mann, erlitt lebensbedrohliche Stichverletzungen am Hals.

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2012 | 09:14 Uhr

Toitenwinkel | Im Streit hat ein 32-jähriger Mann gestern Vormittag in Rostock-Toitenwinkel den neuen Liebhaber seiner Ex-Freundin niedergestochen. Das Opfer, ein 26-jähriger Mann, erlitt lebensbedrohliche Stichverletzungen am Hals. Er wurde in einer Rostocker Klinik notoperiert und ist inzwischen außer Lebensgefahr. Die 25-jährige Ex-Freundin hatte nach dem blutigen Eifersuchtsdrama die Polizei alarmiert.

Der 32-Jährige sei in ihre Wohnung eingedrungen. Er soll die vor mehreren Monaten erfolgte Trennung nicht verkraftet haben. Der mutmaßliche Täter wurde nach einer Aufsehen erregenden Flucht noch gestern festgenommen. Vom Tatort in der Straße Zum Vogelnest flüchtete er mit seinem Auto. Der Polizei war jedoch das Ludwigsluster Kennzeichen des Ford bekannt. Sie fand den Wagen Stunden später in der Kleingartenkolonie Carbäktal in Klein Bartelsdorf bei Bentwisch. Dort stellte der junge Mann sein Auto ab und flüchtete weiter zu Fuß. Von dort aus nahm ein Polizeihund die Fährte auf und führte die Beamten über Wiesen und durch Wälder. Widerstandslos ließ er sich kurz darauf die Handschellen anlegen und sitzt seit gestern Abend im Zentralen Gewahrsam.

Zum Tathergang
Es ist 4.30 Uhr, als der Streit in der Straße Zum Vogelnest eskaliert. Mit einem Messer oder einem Säbel sticht der Täter auf sein Opfer ein und verletzt es lebensgefährlich. Der Täter verschwindet, bevor Polizei und Notarzt eintreffen. Offenbar alarmierte ein weiterer Anwesender in der Wohnung die Einsatzkräfte. Was sich in den frühen Morgenstunden in der Wohnung abspielte und warum der Streit eskalierte, darüber machte Polizeioberkommissarin Isabel Wenzel, Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock, aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben.

Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst mit seinem Pkw, konnte einige Stunden später jedoch festgenommen werden. Ein Fährtenhund spürte ihn in der Kleingartenanlage Carbäktal in Klein Bartelsdorf auf. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Die Mordkommission sicherte die Spuren in der Wohnung. Dort habe es eine große Blutlache gegeben. Auch im Hausflur wurde Material gesichert.

In der Nachbarschaft bekam niemand etwas von der blutigen Tat mit. Allerdings sind die Mieter einigen Anwohnern schon häufiger negativ aufgefallen. Eine Frau aus der Nachbarschaft berichtete, dass die Bewohner Müll vom Balkon und aus den Fenstern warfen und regelmäßig bis in die Nacht hinein laut ihre Musik aufdrehten - verwahrloste Zustände seien das gewesen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen