Rostock : Blücherstraße wird Landes-Behördenzentrum

In der Blücherstraße 1-3 soll das neue Behördenzentrum entstehen.
In der Blücherstraße 1-3 soll das neue Behördenzentrum entstehen.

Ablöse für die Erich-Schlesinger-Straße / Kosten: 29,7 Millionen Euro / Prüfung für Flüchtlingsunterkunft läuft

svz.de von
17. September 2015, 08:00 Uhr

Mit dem Umzug der Polizei steht die Blücherstraße 1-3 in Rostocks Steintorvorstadt leer. Seit Monaten hält das Land als Eigner damit hinter dem Berg, wofür das Gebäude nun genutzt werden soll. Jetzt ist es raus: Die ehemalige Polizei soll anstelle der Erich-Schlesinger-Straße 35 das neue Behördenzentrum des Landes werden. Rund 30 Millionen Euro will das Land in die Grundinstandsetzung und einen Neubau auf dem Gelände stecken.

Die Bau-Planungen könnten im nächsten Jahr beginnen, Baustart 2018 sein und Behörden wie das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu MM) tendenziell 2020 einziehen. Zuständig für solche Gebäude in Landesbesitz ist der Betrieb für Bau und Liegenschaften MV (BBL). „Uns liegt noch kein Planungsauftrag vor“, sagt Sprecher Christian Hoffmann. Das Vorhaben geht erst auf die Genehmigungsphase zu. Mit seinen 29,7 Millionen Euro ist es im Entwurf für den Landeshaushalt 2016/17 eingestellt.

Zunächst, so ist die Maßnahme beschrieben, sollen das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus), das für Straßenbau und Verkehr, das Stalu MM sowie das Amt für Raumordnung und Landesplanung Mittleres Mecklenburg einziehen. Diese Behörden sitzen auch bisher im Behördenzentrum in der Südstadt zusammen. Grundgedanke für das neue Zentrum sei, so Hoffmann, etwas Landeseigenes zu nutzen, und die Mietkosten für das heutige Zentrum zu sparen. „Der Standort hat weiteres Entwicklungspotential“, heißt es im Entwurf. Dass weitere Behörden einziehen, ist nicht ausgeschlossen. Der Komplex in der Blücherstraße ist ein 1950er-Jahre Bau des sozialistischen Klassizismus mit Elementen der Backsteingotik. „Es freut mich, wenn wir das bei uns im Bestand behalten können“, sagt Hoffmann. Genehmigen muss den Entwurf dafür der Landtag.

Für die Blücherstraße gibt es auch aktuelle Überlegungen, eine vorübergehende Unterkunft für Flüchtlinge einzurichten. Die Stadt hatte dazu einen Prüfauftrag an den BBL gestellt, nachdem der Innenminister Rostock als Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung in MV anvisierte. Das soll nun zwar Mühlengeez werden. Die Prüfung läuft aber weiter, da Rostock weiterhin Probleme sieht, die erwarteten Flüchtlinge unterzubringen. Ergebnisse werden bis Freitag erwartet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen