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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 17:44 Uhr

Warnemünde : Blickfang macht am Kai fest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die russische Viermast-Bark „Sedov“ legt im Ostseebad an. Bis Sonntag lädt die Besatzung zum Open Ship ein.

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Sie gehört zu den ältesten noch fahrenden Windjammern der Welt. Gestern hat die russische Viermast-Bark „Sedov“ zur Freude der Warnemünder am Passagierkai festgemacht. Mit an Bord ist Gregory Romanov, Zweiter Offizier. Seit sieben Monaten reist er auf der Bark über die Meere und freut sich, wenn er wieder einmal dem Seebad einen Besuch abstatten kann. „Schon zehn Mal bin ich in Warnemünde gewesen“, sagt Romanov. Er liebt das Seebad wegen seiner schmalen Gassen, seiner gemütlichen Cafés, des schönen Strandes und einzigartigen Ausblicks auf das Meer.

Froh sind auch die Warnemünder, dass sie das 93 Jahre alte Schiff endlich beim Open Ship besichtigen dürfen. Bei der vergangenen Hanse Sail blieb ihnen diese Möglichkeit verwehrt. Neben der „Sedov“ musste auch die „Krusenstern“ wegen Mangels an Liegeplätzen an die Pier von Nordic Yards ausweichen. Besucher hatten da keinen Zutritt. Gregory Romanov, der sonst für die Rettungsmittel an Bord verantwortlich ist, freut sich, an den Open-Ship-Tagen den neugierigen Besuchern Rede und Antwort zu stehen. „Wir erklären ihnen alle nautischen Geräte an Deck“, sagt der Zweite Offizier. An manchen Tagen öffnet die Crew sogar das eigene Museum unter Deck, welches die Geschichte der „Sedov“ vom Stapellauf bis in die heutige Zeit zeigt. „Allerdings dürfen wir das Museum nur mit der Erlaubnis des Kapitäns Maxim Rodionov, öffnen“, so Romanov. Grund dafür seien die strengen Sicherheitsrichtlinien für Schiffe. Heute wird das Schiff einer Flaggenstaat-Inspektion unterzogen, was einmal mehr für Aufregung bei der Besatzung sorgen wird.

Am Montag setzt die „Sedov“ ihre Segel in Richtung St. Petersburg. Dort bleibt sie über die Wintermonate und wird an einigen Stellen repariert. Die Zeit nutzt Crew-Mitglied Romanov, um Urlaub zu machen. Im Frühjahr startet die Bark erneut in Richtung Heimathafen Murmansk. Von dort geht es nach Kaliningrad und ins Mittelmeer nach Monaco und Barcelona.

 

 

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