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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. August 2017 | 09:38 Uhr

Berufsschulen : Bildungszentrum wächst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocks Schulen für Bau-, Metall- und Elektrotechnik fusionieren. An der Jägerbäk entsteht für 12,7 Millionen Euro ein neues Domizil.

Künftig sollen alle bis zu 2300 Berufsschüler der Branchen Metall-, Elektro- und Bautechnik aus der Region Rostock im Bildungszentrum An der Jägerbäk lernen. Die aktuell noch weiteren Standorte in der Maxim-Gorki- und in der Kopenhagener Straße werden aufgegeben. Der Plan für die Bildungszentrale in Marienehe stammt bereits aus den frühen 1990er-Jahren, scheiterte aber lange an der Finanzierung. Erst im Mai vergangenen Jahres – sechs Jahre nach Antragstellung – bestätigte das Land seinen Anteil in Höhe von 9,4 Millionen Euro, Rostock steuert 3,3 Millionen Euro bei.

Seit ein paar Monaten wird nun am Neubau gewerkelt. Das Fundament wurde gegossen, die ersten Wände stehen. „Bis Ende Januar wollen wir die erste Decke einziehen“, sagt Andreas Rieck, technischer Leiter vom Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE). Spielt das Wetter mit, steht der ganze Rohbau bis Mitte Mai. „Wir haben extra die Montagebauweise gewählt, bis null Grad zu arbeiten ist da kein Problem“, sagt Andreas Rieck. Zum Großteil werden die Wände und Decken fertig angeliefert und vor Ort nur zusammengesetzt. Schon am Montag soll das Erdgeschoss eingerüstet sein. „Dann geht es nur noch nach oben“, sagt der KOE-Technik-Chef. Das Schlimmste sei ohnehin das Erdgeschoss mit seiner ungewöhnlichen Höhe von 4,20 Metern. Dort werden die Metallbauer untergebracht, in den oberen Stockwerken der Bereich Elektro. Nach Abschluss der Arbeiten Ende des Jahres soll das Gebäude auf knapp 6000 Quadratmetern unter anderem Fertigungslabore für Schweißen, Schiffbau und Konstruktionstechnik beinhalten. Hinzu kommen Lernwerkstätten mit CNC-Simulationssystemen und Anlagen für die Hydraulik- und Pneumatikausbildung. Im Frühjahr 2015 schließen sich dann nur noch die Außenarbeiten an. Eine Zufahrtsstraße und ein Parkplatz für rund 135 Autos werden ebenfalls neu gebaut. Letzterer soll neben den Straßenbahnschienen entstehen.

Bereits vor 15 Jahren wurde in einem ersten Bauabschnitt ein ein- beziehungsweise zweigeschossiges Haus eingeweiht, das mehr als 1900 Quadratmeter Platz bietet. Es wird durch einen Gang mit dem jetzigen Neubau verbunden, der Haupteingang des ganzen Komplexes befindet sich in dem neuen Gebäude. Er wird durch eine großflächige Alu-Glas-Konstruktion betont und kann auch anders genutzt werden, etwa als Versammlungsraum. Das erweiterte Zentrum, zu dem auch der Bereich Bautechnik im Fritz-Triddelfitz-Weg gehört, wird Anlaufstelle für Auszubildende aus sieben Berufssparten: neben Bau- auch Informations-, Metall-, Holz-, Elektro- und Fahrzeugtechnik sowie Seefahrt. Die Kapazität bleibt im Verhältnis zu den jetzigen Lernplätzen gleich. „Es ist schön, dass die Bereiche jetzt zentralisiert werden“, sagt Andreas Rieck. Zumal der Zustand der beiden anderen Standorte „mehr als desolat“ sei.

Denn seit festgelegt wurde, die Ausbildung An der Jägerbäk zu konzentrieren, sei kaum noch in die Gebäude investiert und lediglich der Minimalbetrieb sichergestellt worden. Das Haus in der Kopenhagener Straße soll nach dem Auszug der Volkshochschule sogar komplett abgerissen werden. Die künftige Nutzung in der Maxim-Gorki-Straße ist noch offen. „Der Leidensdruck der Leute dort ist immer größer geworden“, sagt Andreas Rieck.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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