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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 19:54 Uhr

Bildung pur an 160 Orten

vom

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2013 | 10:31 Uhr

Rostock | Machen Hormone schön? Kann man einen Elektromotor mit Cola-Dosen bauen? Und können Computer wirklich Handschriften lesen? All diese Fragen sollen bei der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften geklärt werden. Am Donnerstag, 25. April, laden 160 Forschungseinrichtungen der Hansestadt zum zehnten Mal ein, gemeinsam mit den Besuchern auf Entdeckungsreise zu gehen. Und zum ersten Mal können Gäste auch einen Blick in das Hauptgebäude der Universität werfen - jenseits des Foyers. Die bereits fertig sanierte Aula - das Schmuckstück des Hauses - soll für die Gäste offen stehen. Bis zum August soll das Haus fertig sein.

Wie in jedem Jahr ist auch die Anatomie der Universitätsmedizin dabei. "Die Station gehört traditionell zu den Höhepunkten", sagt Prof. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. Diesmal stehen die Schädelbasis und die Hirnnerven des Menschen im Mittelpunkt der Präsentationen. Neu bei der Langen Nacht der Wissenschaften ist das Haus der Pathologie in der Strempelstraße. Pathologen erklären hier im Hörsaal ab 19 Uhr, warum Goethe sein Studium in Leipzig abbrechen musste und seit wann man weiß, dass Tuberkulose nicht vererbt, sondern durch Tröpfchen übertragen wird. Im Arno-Esch-Haus auf dem Ulmencampus warten ab 18 Uhr die Rechtsmediziner auf die Besucher. In Vorlesungen geht es unter anderem um den genetischen Fingerabdruck sowie um Möglichkeiten und Grenzen der Rechtsmedizin.

Doch nicht nicht nur die Universitätsmedizin ist auf der Veranstaltung vertreten. "Alle Fakultäten sowie andere Forschungseinrichtungen der Stadt machen mit", sagt Veranstalter Dr. Robert Uhde. Darunter sind unter anderem das Sprachcenter Belitz, das eine spaßige Englisch-Stunde für Kinder anbietet, die Sternenwarte, in der Besucher gemeinsam mit dem Rover Curiosity den Mars erkunden können, oder auch der Zoo Rostock, der die Besucher über Pleiten, Pech und Pannen in der Evolution informiert.

Da die Wissensnacht in diesem Jahr unter dem Motto "Mitwisser gesucht, Jungforscher gefunden" steht, werden zudem Veranstaltungen für die jüngeren Besucher angeboten, wie die Mitmach-Aktionen im Innerstädtischen Gymnasium. Ziel sei es, das Interesse für Wissenschaft, Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten zu wecken. Um die 1000 Menschen sind vor und während der Langen Nacht der Wissenschaften mit der Organisation beschäftigt. Etwa 6000 Besucher werden erwartet. Seit der ersten Veranstaltung sind zehn Jahre vergangen und mittlerweile habe sich die Wissensnacht in Rostock etabliert, so Uhde. "30 bis 40 Prozent der Gäste sind Wiederholungstäter. Einige reisen von weit außerhalb an oder kommen in Gruppen mit Bussen."

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