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Bad Doberan : Biker treffen sich in der Münsterstadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sonntag findet 19. Gottesdienst mit Ausfahrt statt

„Zeit zu fahren“, so lautet in diesem Jahr das Motto des 19. Bikergottesdienstes, zu dem an diesem Wochenende wieder Tausende Motorradfahrer in der Münsterstadt erwartet werden. Die Teilnehmer kommen aus MV, Berlin Hamburg und ganz Deutschland. Sogar Biker aus Schweden haben in der Vergangenheit schon an der Ausfahrt teilgenommen. „In diesem Jahr mussten wir die Veranstaltung aus kirchenterminlichen Gründen zwar auf den 22. Mai nach hinten verlegen, aber darauf haben wir im Vorfeld rechtzeitig hingewiesen“, sagt Organisator Herbert Baor, der auf schönes Wetter, viele Leute und eine unfallfreie Ausfahrt hofft. 2015 haben etwa 3000 Biker und Neugierige, so schätzt der 61-Jährige, teilgenommen. „Und das obwohl das Wetter vormittags schlecht war“, erinnert sich Baor.

Auch Oliver Ewig, Mitorganisator seit der ersten Stunde, wird am Sonntag am Start sein. Auf seiner neuen BMW GS 1200 wird der gebürtige Hamburger mit seinem 16-jährigen Sohn Stephane hinten auf dem Beifahrersitz an der Ausfahrt und dem Gottesdienst teilnehmen. „Der Reiz dieser Veranstaltung ist, Gleichgesinnte zu treffen, die dieselbe Leidenschaft teilen. Man trifft alte Freunde wieder und kann sich austauschen“, sagt der 53-Jährige. Bis jetzt hat Ewig noch keinen Bikergottesdienst verpasst. Und auch Stephane begleitet seinen Vater schon von klein auf an. „Er ist quasi seit Anfang an mit dabei“, erzählt der passionierte Motorradfahrer. Seit seinem 18. Lebensjahr sitzt Oliver Ewig auf dem Bike. Diese Begeisterung hat sich auf seinen Sohn übertragen. „Ich mache gerade meinen Motorradführerschein und freue mich auf den Bikergottesdienst, bei dem ich endlich selbst hinter dem Lenker sitzen kann“, sagt Stephane.

Im Mittelpunkt dieses Events steht aber der Gottesdienst. „Die Idee ist, den verunfallten Motorradfahrern zu gedenken“, weiß Oliver Ewig. „Deshalb können im Münster Kerzen für die Verstorbenen angezündet werden“, sagt Herbert Baor. Mit der Veranstaltung wollen die Organisatoren die Biker zugleich auch wach machen, auf deren Verantwortung hinweisen. „Motorradfahren ist gefährlicher als Autofahren“, weiß Baor. Den Gottesdienst, der um 13 Uhr beginnt, wird Albrecht Jax abhalten. Er ist seit 2005 Pastor der Kirchengemeinde Bad Doberan und unterstützt laut Ewig diese Art der Veranstaltung schon seit Jahren. Als Gastpastor ist Uwe Stiller, Pastor für Biker-Seelsorge in der evangelischen Nordkirche, in diesem Jahr in Bad Doberan mit dabei. „Zum Gottesdienst sind aber nicht nur Biker eingeladen. Alle die möchten, können kommen. Die Predigt wird auch über Lautsprecher auf dem Außengelände übertragen“, sagt Baor.

Vor dem Gottesdienst steht aber erst einmal die Ausfahrt auf dem Programm, an der alle teilnehmen können, die auf zwei oder drei Rädern unterwegs sind – außer Autos und Fahrräder. Nachdem sich die Biker auf dem Parkplatz am Münster gesammelt haben, startet die Kolonne um 11 Uhr in Richtung Kröpelin und Neubukow, weiter nach Kühlungsborn und Wittenbeck, bis sie wieder am Münster eintreffen. „Das ist schon ein toller Effekt, wenn die ganzen Biker in Kolonne fahren. Die Leute stehen dann an der Straße, gucken und freuen sich. Das ist für alle ein gutes Gefühl“, berichtet Herbert Baor. Bei der Ausfahrt werden sie von der Polizei begleitet. „Die Beamten sperren die Strecke für uns ab“, so Baor, der ebenfalls seit seinem 18. Lebensjahr auf dem Motorrad sitzt. „Und die Zusammenarbeit mit der Polizei ist wirklich sehr gut“, weiß Oliver Ewig.

Abgerundet wird der Bikergottesdienst durch ein buntes Programm. „Halb Bad Doberan ist dann auf den Beinen, es ist wie ein Volksfest“, sagt Baor.

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