Aufbruch : Biker startet zur Welt-Tour

Vor Claus Hübner liegen aufregende Zeiten: Der 63-Jährige fährt mit seiner Enduro ins Pamir-Gebirge und will 20 000 Kilometer zurücklegen.
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Vor Claus Hübner liegen aufregende Zeiten: Der 63-Jährige fährt mit seiner Enduro ins Pamir-Gebirge und will 20 000 Kilometer zurücklegen.

20 000-Kilometer-Abenteuer: Claus Hübner plant eine Reise ins Pamir-Gebirge an der chinesischen Grenze.

svz.de von
01. Juli 2015, 08:00 Uhr

Claus Hübner aus Sildemow benötigt regelmäßig eine Auszeit vom Alltag. Andere buchen eine Kreuzfahrt oder setzen sich bequem ins Flugzeug – aber der 63-Jährige steigt auf seine Enduro und bereist Gebiete, die jenseits üblicher Tourismusrouten liegen. Die Satteltaschen für das nächste große Abenteuer sind schon gepackt: „Mein Ziel ist das Pamir-Gebirge an der chinesischen Grenze“, sagt Hübner. Er freut sich auf Täler und Berge mit gigantischem Ausblick, ist sich der Strapazen aber durchaus bewusst. Schließlich hat der Sildemower schon mehr als 800 000 Kilometer auf zwei Rädern zurückgelegt.

Vor ihm liegen auf seiner Pamir-Tour 10 000 Kilometer mit unbefestigten Straßen, bevor er sich in 5000 Metern Höhe an der endlosen Weite erfreuen darf. Temperaturen zwischen minus fünf Grad Celsius im Gebirge und plus 45 Grad in Kirgistan erwarten Hübner auf der geplanten 60-tägigen Rundreise.

Los geht es Richtung Lettland, über Moskau und Kasachstan. In Osh in Kirgistan ist er mit einem Freund aus Österreich verabredet, der ihn ins Pamir-Gebirge begleiten will. Das Campingzelt hat Hübner nur für Notfälle im Gepäck, denn er möchte in Pensionen übernachten und möglichst viele Leute aus den unterschiedlichen Regionen kennenlernen.

Mit einer außergewöhnlichen Ausrüstung hat der ehemalige Malermeister seine 1200er-Yamaha nicht ausgestattet. Hier gilt: „Je weniger umso besser“, sagt er. Lediglich die Zusatzkanister für Wasser, Öl und Benzin seien für Weltenbummler wichtig. Des Weiteren wurde ein Navigationssystem und ein GPS System angebracht, denn die Familie und die Mitglieder von Hübners Motorrad-Verein, den Mecklenburger-Globetrottern, möchten gerne wissen, wo sich der Chef gerade so aufhält. Hübner wartet gerade noch auf sein Visum für Turkmenistan. Sobald sich die Botschaft meldet, will er es wegen des Poststreiks selbst aus Berlin abholen. Trotz aller Abenteuerlust weiß Hübner schon jetzt, worauf er sich nach seiner 20 000-Kilometer-Tour freuen wird: ein Schnitzel mit Thüringer Klößen.

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