Rostock : Bibliothek verlängert Leihfrist

Bibliothekarin Katharina Waack, Lektorin für die Bereiche Geschichte und Politik, rät Nutzern, sich noch vor dem Umbau mit den für Schule oder Studium benötigten Büchern einzudecken.
Bibliothekarin Katharina Waack, Lektorin für die Bereiche Geschichte und Politik, rät Nutzern, sich noch vor dem Umbau mit den für Schule oder Studium benötigten Büchern einzudecken.

Wegen Bauarbeiten müssen Sachbücher, die in der Kröpeliner Straße ausgeliehen werden, erst nach drei Monaten zurückgegeben werden.

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28. August 2015, 10:00 Uhr

Die Rostocker Stadtbibliothek bietet ihren Nutzern vom 1. bis 29. September besondere Konditionen an: Bücher, die man in diesem Zeitraum ausleiht, müssen erst nach drei Monaten zurückgegeben werden. Die Aufhebung der sonst üblichen Leihfrist von einem Monat gilt allerdings nur für Sachbücher. Der Grund für die Aktion, die unter dem Motto „Nimm ein Buch mehr mit“ läuft, sind Renovierungsarbeiten. Denn nachdem bereits 2010 das Erdgeschoss der Bibliothek umgebaut und renoviert wurde, werden in der ersten Etage nun die alten Leitungen und der Teppichboden erneuert. Darüber hinaus wird die Zeit für Malerarbeiten und Elektroinstallationen genutzt.

Die Verlängerung der Leihfrist hat pragmatische Gründe: Dadurch müssten die Mitarbeiter nicht so viele Bücher einlagern, sagt Leiter Manfred Heckmann. Immerhin gehören 23  000 Sachbücher zum Bestand der ersten Etage, der vom 5. Oktober bis Anfang Dezember nicht mehr zur Verfügung steht. Die anderen Bereiche sind in dieser Zeit weiterhin wie gewohnt verfügbar. Vom 30. September bis 2. Oktober müssen sich die Bibliotheksnutzer jedoch in Geduld üben. In dieser Zeit ist die gesamte Bibliothek geschlossen, damit das Stockwerk freigeräumt werden kann. „Die Bücher werden in Kartons eingelagert“, sagt Manfred Heckmann.

Eine andere Option wäre die zeitweilige Unterbringung der Sachbücher in den anderen Etagen gewesen. „Aber dann hätten diese auch geschlossen werden müssen, sodass letztlich niemand mehr an den Bestand gekommen wäre“, so Heckmann. Mit der jetzigen Lösung seien die Vorteile letztlich größer als die Nachteile.

In der Stadtbibliothek gibt es insgesamt 150  000 Medien, darunter 126  000 Bücher. Pro Jahr werden etwa 400  000 Besucher verzeichnet, 28  000 von ihnen gelten als aktive Nutzer, die mindestens einmal im Jahr etwas ausleihen.

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