Warnemünde : Bezahlbarer Wohnraum ist ein Wunsch

Die Wiro verbessert in der Rostocker Straße die Wohnraumsituation der Mieter. Im September werden hinten Balkone montiert.
Die Wiro verbessert in der Rostocker Straße die Wohnraumsituation der Mieter. Im September werden hinten Balkone montiert.

Fachforum zum Strukturkonzept rückt Handlungsfelder in den Fokus: Es fehlt ein Bürgerzentrum

svz.de von
19. Juni 2016, 09:00 Uhr

Bezahlbarer Wohnraum für Warnemünde ist einer der wichtigen Wünsche im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Strukturkonzeptes. Das wurde beim Fachforum Wohnen und Infrastruktur in Warnemünde und Hohe Düne am Donnerstag im Technologiezentrum (TZW) deutlich. Bei diesem stellte Wolfgang Oehler von der Firma BSR im Auftrag der Stadt vor, was bereits an Punkten vom alten Strukturkonzept abgearbeitet worden ist und wo es noch Handlungsfelder gibt. „Es war eine konstruktive Veranstaltung“, so Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Diese Ansicht teilte Hans-Joachim Richert vom Warnemünde-Verein.

Der Schutz des dauerhaften Wohnens vor Ferienwohnungen ist eine Forderung. Dazu hatte sich der Ortsbeirat bei der vergangenen Sitzung bereits positioniert. Auch die Explosion der Mieten ist ein Problem in Warnemünde. Eine Besucherin berichtete von einer Kaltmiete von 13,50 Euro bei einem Privatvermieter.

Hier konnte die Wiro punkten, die in Warnemünde 1166 Wohnungen hat und in der Rostocker Straße nach und nach die Wohnungen aufwertet. Im September werden die Häuser von hinten auch Balkone erhalten. Und um mehr Nähe zu den Bürgern zu schaffen, wird es ab 8. Juli im Wiro-Hochhaus auf der Mittelmole eine Sprechstunde für Mieter geben. „Außerdem unterstützen wir die Warnemünder Woche, indem wir Platz zur Verfügung stellen, damit die Segler in der Zeit besser klar kommen, weil durch die gesperrte Steganlage Platz fehlt“, sagt Wiro-Sprecher Carsten Klehn. Er betonte, dass die Wiro es nicht gestattet, ein Zimmer oder die Wohnung für Ferienwohnungen unterzuvermieten. „Wer sich daran nicht hält, dem wird gekündigt“, so Klehn.

Zu den Forderungen gehört ein Bürgerzentrum. Außerdem fehlen in Warnemünde Angebote vor allem für Jugendliche, aber auch Kinder sehen noch Verbesserungsmöglichkeiten. Zu den Hoffnungen von Eltern zählt das Thema Schulschwimmen, das derzeit im Samoa nicht möglich, aber früher einmal vereinbart worden ist. Sicherheitsgründe führten zum Einstellen des Angebots. Das wollen die Eltern aber nicht so hinnehmen.

Hinsichtlich der Angebote für Kinder soll es eine Projektwoche im Herbst geben, Ecolea-Schüler hatten im vergangenen Ortsbeirat vier Projekte vorgestellt, die sie mithilfe von Ämtern und Sponsoren realisieren wollen. Dazu zählen ein Abenteuerspielplatz, ein Wissenspfad, Kinderbücherhaus und Verkehrsgarten. Im Zusammenhang mit Kindern ging es auch um die Sanierung der Heinrich-Heine-Schule.

Am kommenden Donnerstag von 18 bis 20.30 Uhr ist das nächste Fachforum im TZW zu Wirtschaft, Tourismus und Kreuzfahrt.

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