Bewohner befürchten ein Nadelöhr in Brinckmansdorf

<strong>Die Bushaltestelle muss verlegt werden:</strong> Der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende von Brinckmansdorf, Patrick Tempel, zeigt den Platz, der umgebaut werden muss.<foto> Foto: Georg Scharnweber</foto>
Die Bushaltestelle muss verlegt werden: Der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende von Brinckmansdorf, Patrick Tempel, zeigt den Platz, der umgebaut werden muss. Foto: Georg Scharnweber

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06. Juli 2012, 09:24 Uhr

Brinckmansdorf | Die Baugenehmigung fehlt noch, doch das Verkehrskonzept für die Anbindung des geplanten Netto-Marktes in Brinckmansdorf steht bereits. Ute Dudek vom Tief- und Hafenbauamt und Jörg Kusserow vom Planungsbüro Inros Lackner stellten es dem Ortsbeirat Brinckmansdorf am Dienstagabend vor. Mit einer Gegenstimme wurde es angenommen.

Rund um die Fläche am Flaßkoppweg an der Kreuzung Tessiner Straße sind einige Neuerungen nötig. Die Bushaltestelle "Brinckmansdorf" muss an die Tessiner Straße verlegt werden. Hier soll eine Doppelhaltestelle entstehen. Außerdem sieht das Konzept vor, den Geh- und Radweg südlich zu verschwenken. Eine Verkehrsinsel entsteht auf Höhe des Katt-und-Mus-Wegs. Zudem ist eine Linksabbiegerspur für Fahrzeuge eingeplant, die Richtung Stadt fahren.

Vor allem eine geplante Neuerung sorgte für Diskussionen: der Flaßkoppweg soll ausgebaut und in Zukunft in zwei Richtungen befahrbar sein. Anwohner befürchten, dass dadurch an der Ecke Jan-Maat-Weg ein Nadelöhr entstehen könnte. Auch der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende, Patrick Tempel (CDU), teilt diese Bedenken. Dudek machte jedoch deutlich, dass ein solches Problem zu handhaben ist: "Sollte das Verkehrsaufkommen über den Erwartungen liegen, können wir aus dem Flaßkoppweg immer noch eine Einbahnstraße machen." Darum ist etwa ein halbes Jahr nach Eröffnung des Nettos eine Verkehrszählung eingeplant. Mit dem Netto wird auch die Ampelanlage verändert - im Jan-Maat-Weg entfällt eine Anlage zur Straßenquerung.

Wie viel die Umsetzung des Konzeptes kosten wird, ist noch unklar. Sicher ist jedoch, dass Netto als Investor alle Kosten tragen wird - mit einer Ausnahme. Dudek sagt: "Die Kosten für die Erneuerung der Ampeln im Jan-Maat-Weg trägt die Stadt." Das Geld hierfür sei bereits einkalkuliert. Wenn die Baugenehmigung wie geplant in den kommenden Wochen vorliegt, könnte der Netto-Markt schon im Winter öffnen. "Spätestens machen wir im Frühjahr 2013 auf", so Sprecher Martin Schünemann.

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