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Schorttrack in Rostock : Betty „goldig“ zu Bronze und ins Europacup-Finale

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Shorttrackerin Moeske holt daheim Starclass-Edelmetall. Auch Svea Rothe ist für Hasselt qualifiziert

von
erstellt am 22.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Sonnabend Punkt 10.07 Uhr wurde es heiß bei 13 Grad in der Eishalle Schillingallee. 500-Meter-Finale der Ladies Junior D beim Abschluss-Wettkampf der westeuropäischen Starclass-Serie für die jüngeren Altersklassen. Mit Betty Moeske ist eine Lokalmatadorin vom ESV Turbine unter den vier Mädels, die die Medaillen unter sich ausmachen. Die Dresdnerin Anna Baber stürzt, die Rostockerin ist involviert. Um Himmels Willen, Bettys letztlich dritter Platz wird
ihr doch wohl nicht durch Penalty (Disqualifikation) aberkannt?! Nein! Die Strafe trifft die Sächsin.

Doch lassen wir unser Bronze-Mädel selbst zu Wort kommen: „Ich war mir unsicher, aber ich bin ja vorne gewesen, und sie zog in der Kurve hammer rein. Dadurch kam ich ins Stolpern, von hinten rauschte die Italienerin Martina Peretti heran und gab mir den letzten Kick. Wir fielen beide hin, rappelten uns auf, aber inzwischen war die Letzte auf einmal die Erste.“ Dankeschön für das Spektakel vor ihr und den freien Weg zum Sieg sagte die Niederländerin Anna Marit Sybrandi…

Betty gönnte es ihr: Die 13-Jährige war einfach nur stolz auf das, was sie vor eigenem Publikum vollbrachte, zumal ihr Podestplatz einherging mit der Qualifikation für das Europacup-Finale im März im belgischen Hasselt. Und nun behaupte mal noch einer, hierbei habe der „Trick“ mit den goldlackierten Fingernägeln (NNN berichteten) keine Rolle gespielt!

Zittern musste Bettys Vereinskameradin Svea Rothe. Sie hatte am Sonnabend Pech, als sie im Quarter Final über 500 Meter in aussichtsreicher Position stürzte: „Ich weiß nicht genau, wie es passieren konnte. Die Kufenbiegung am rechten Schuh war raus, und ich hatte nicht so einen guten Schliff.“

Jetzt stellte sich nur noch eine Frage: Ganz knapp drin oder ganz knapp draußen?

Zum Glück lief es gestern für Svea wieder besser, und sie bekam die verdiente Belohnung: Rang acht in der Gesamtwertung für das Europacup-Finale, der letzte Quali-Platz. Eine Punktlandung!

Daniela Lier (12) und Franziska Zander (11), die jüngsten Kurzbahn-Eisschnellläuferinnen, die den ESV Turbine am Wochenende vertraten, machten ganz toll „ihr Ding“, traten frisch und unbekümmert auf. Und das u. a. vor den Augen des niederländischen Nationaltrainers Jeroen Otter: In Rostock war auch Anne Floor, die 15-jährige Tochter vom Bondscoach, am Start.

Wie Letztere traten die älteren Einheimischen, die Geschwister Niklas (15) und Lene Escher (14), in der Kategorie Junior C an und machten ihre Sache gut. MV-Landestrainer Arian Nachbar: „Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Sie haben sich in den Starclass-Wettkämpfen immer weiter gesteigert. Darauf lässt sich sehr gut aufbauen. Da ist Potenzial für die Zukunft.“

Einhelliges Lob gab es für die Organisatoren – das war der schönste Dank für all die fleißigen Helfer. Und dass
sogar ein deutscher Rekord* aufgestellt wurde, zeugt davon, dass auch Eismeister Uwe Peters einen tollen Job machte!

* Till Schäfer ( Mannheimer ERC ) mit 1:39,317 Minuten über 1000 Meter

 

 

 

 

 

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