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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 17:09 Uhr

Warnemünde : Betreibt Rostock die Fähre bald selbst?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Grüne fordern, dass die Stadt die Strecke Warnemünde-Hohe Düne wieder übernimmt, sobald die Konzession der Weißen Flotte 2018 endet

svz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Alle 15 Minuten pendeln die Fähren „Warnow“ und „Breitling“ zwischen Warnemünde und Hohe Düne, befördern vor allem in der Saison täglich Tausende Urlauber hin und her. Möglicherweise übernimmt Rostock den lukrativen Betrieb in Zukunft wieder selbst. Das zumindest fordern die Grünen in der Bürgerschaft. „Öffentlicher Nahverkehr gehört in öffentliche Hände. Erst recht, wenn damit sogar Geld verdient werden kann“, sagt Uwe Flachsmeyer, der für die Grünen im Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft sitzt.

Frühestens 2018 könnte die Stadt den bisherigen Betreiber ausbooten. Dann läuft die Konzession der Weißen Flotte GmbH aus Stralsund aus und Rostock kann die Linie neu vergeben. Das Unternehmen war vom Vorstoß der Grünen gestern völlig überrascht: „Das Thema ist für uns komplett neu“, sagt Sprecher Marcus Klein. Außerdem käme bei einer Übernahme der Linie zumindest eine Schwierigkeit auf die Stadt zu: „Die Anleger auf beiden Ufern der Warnow gehören uns“, so Klein. Auch die Rostocker Straßenbahn AG hielt sich gestern mit Kommentaren zurück. „Wir warten in solchen Fällen immer erst die Prüfergebnisse ab. Außerdem sind die Weiße Flotte und wir Kollegen im Verkehrsverbund Warnow und arbeiten sehr gut zusammen“, sagt der Kaufmännische Vorstand Jochen Bruhn.

Bis 1990 wurden die Rostocker Warnowfähren als Volkseigener Betrieb Weiße Flotte betrieben. Dann kam die Privatisierung. Während die Kosten für Personen und Fahrräder im Tarifsystem des Verkehrsverbundes integriert sind, können die Preise für Autos vom Betreiber selbst festgelegt werden, so die Grünen. Drei Euro werden zurzeit pro Auto und Strecke fällig. „Damit können erhebliche Gewinne erzielt werden“, so Flachsmeyer. Andererseits müsse die Stadt die Fähre zwischen Stadthafen und Gehlsdorfer Ufer jährlich mit 70 000 Euro subventionieren. Eine Übernahme der Linie durch die Stadt müsse langfristig vorbereitet werden.

 

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