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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 19:44 Uhr

Hinter den Kulissen : Besuch bei Warnemündern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bei Führungen wächst bei Touristen das Interesse, auch mal zu erleben, wie Einheimische leben und arbeiten.

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 11:50 Uhr

Das Interesse an einheimischer Kultur ist bei ausländischen Gästen groß. Das weiß auch Stadtführer Klaus Lass, der die verschiedensten Gruppen durch das Ostseebad führt. „Gerade bei Kurztrips wollen einige Weitgereiste so viel wie möglich über das Leben der Warnemünder erfahren“, sagt er. Und das möglichst authentisch und fernab von Hochglanzbroschüren über das Ostseebad, sondern lieber authentisch bei Warnemündern. Und bei solchen Wünschen ist es dann von Vorteil, dass sich die Einheimischen kennen. Als Stadtführer Klaus Lass aus Warnemünde jetzt eine Gruppe aus Vancouver geführt hatte, wollten die gern mal erfahren, wie es hinter den Tüschen und in den Fischerhäusern aussieht. Die Tüschen sind die Flächen zwischen den beiden Häusern. Das ist abgeleitet vom Wort Dazwischen. Und der Durchgang zwischen den Häusern musste so bereit sein, dass eine schwangere Kuh da durch passte, weil viele am Alten Strom früher Tiere auf dem Hof hielten.

Als der Stadtführer, den viele auch als Musiker Plattfööt-Klaus kennen, am Alten Strom die Runde drehte, kam Karin Scarbarth von der Trachtengruppe gerade von einem Fernsehdreh. Sie hatte noch ihre Tracht an, was bei den Gästen für Staunen und Nachfragen sorgte. Die Warnemünderin bat die Gäste herein, es gab Kekse und Getränke und eine Besichtigung der Messer-Schleiferei von Günter Scarbarth. „Das ist spannend in der Werkstatt“, staunten Malcom und Judy Weinstein und ihre Begleiter Rosalind und Howard Karby aus dem kanadischen Vancouver. Danach gewährten die Warnemünder Einblicke in ihr Haus. Es hingen sogar noch alte Fotos da. Und es gab ein paar Anekdoten aus DDR-Zeiten. Zum Beispiel gefielen Günter Scarbarth bunte Glasbausteine. Aus „gar keine Chance“ wurde wegen seiner Hartnäckigkeit eine monatelange Wartezeit. Am Ende waren die Kanadier dankbar und begeistert von der Offenheit der Warnemünder.

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