Rostock : Benjamin dreht seine Filme selbst

Drehbuchautor und Regisseur: Student Benjamin Hujawa nutzt seine Freizeit, um verschiedene Projekte zu verwirklichen. Vor Kurzem feierte sein zweiter Film Premiere.
Drehbuchautor und Regisseur: Student Benjamin Hujawa nutzt seine Freizeit, um verschiedene Projekte zu verwirklichen. Vor Kurzem feierte sein zweiter Film Premiere.

Nachwuchskünstler will mit eigenen Kurzgeschichten in der Szene Fuß fassen. Vorführungen von „Alte Zeiten“ bei Festivals geplant.

svz.de von
11. März 2018, 16:00 Uhr

Während andere Jugendliche Filme schauen, dreht Benjamin sie selbst. Der Student produziert diese als Hobby in seiner Freizeit. „Schon als Kind war ich fasziniert von den Geschichten, die in Filmen erzählt wurden“, sagt der 27-Jährige. „Ich wusste früh, dass ich später etwas in diesem Bereich machen will.“

Er entschloss sich für eine Ausbildung zum Cross-Media Redakteur. „Bei dieser lernte ich journalistisches Arbeiten in allen medialen Gebieten, unter anderem auch im Bereich Film“, so Hujawa. Danach absolvierte er ein Praktikum bei einer Produktionsfirma und begann, an der Universität Rostock Englisch und Medienwissenschaften zu studieren.

„Die Leidenschaft für den Film begleitete mich weiterhin“, erinnert sich der junge Künstler. „So schrieb ich in meiner Freizeit mein erstes Drehbuch.“ Durch sein Studium lernte Hujawa Gleichgesinnte mit Interesse an der Filmkunst kennen. Von ihnen bekam er positive Rückmeldungen. „Sie motivierten mich, mein Vorhaben umzusetzen.“

Danach ging alles ganz schnell. Anfang 2015 stellte Hujawa sein Drehbuch fertig und im Oktober desselben Jahres wurde der rund 17-minütige Film gedreht. Dieser trägt den Titel „Meer“. „In ,Meer‘ geht es um einen Schüler, welcher kurz vor dem Abitur steht. Er möchte gern Schauspieler werden, wird jedoch von allen Seiten in eine andere Richtung gedrängt“, so der Regisseur. „Eltern, Freunde und Bekannte beurteilen ihn. Jeder will in sein Leben reinreden.“ Der Autor sieht viel von sich selbst in der Hauptfigur. Er wollte anfangs auch Schauspieler werden. „Ich schreibe und drehe das, was mich selbst beschäftigt“, betont Hujawa. Seinen Streifen „Meer“ finanzierte er komplett aus eigener Tasche. Der Kurzfilm wurde beim Internationalen Filmfest auf Rügen sowie beim Neubrandenburger Jugendmedienfest gezeigt.

Schon während der Fertigstellung seines ersten Werkes begann Benjamin Hujawa mit seinem zweiten Drehbuch. „Ich hatte von Anfang an eine Geschichte und ihr ungefähres Ende im Kopf“, sagt der Student. Im März 2017 drehte er dann seinen zweiten Kurzfilm, „Alte Zeiten“. Dieser wurde erstmals im Februar 2018 im Lichtspieltheater Wundervoll gezeigt. In „Alte Zeiten“ stoßen fünf ehemalige Freunde bei einem Klassentreffen in ihrem alten Heimatdorf aufeinander. „Sie müssen jedoch feststellen, dass sich alle in eine andere Richtung entwickelt haben“, schildert der Filmschaffende. Die Freunde haben noch einige Dinge aus ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. „Je länger der Abend dauert, desto mehr schaukelt sich alles hoch.“

Im Gegensatz zum ersten Projekt hatte Benjamin bei „Alte Zeiten“ Unterstützung bei der Finanzierung. Der Allgemeine Studentenausschuss (Asta) sowie die Hanseatische Bürgerstiftung Rostock unterstützten das Vorhaben mit 1700 Euro. Die Produktion des Filmes übernahm die Von Anfang Anders Filmproduktion.

„Ich werde den Film bei so vielen Filmfestivals wie möglich einreichen“, so der junge Regisseur. „Man will seine Arbeit ja auch anderen zeigen und sehen, wie die Leute darauf reagieren.“ Spaß hat der Student sowohl beim Schreiben als auch beim Dreh. „Mir gefällt beides. Ich finde es unglaublich faszinierend, selbst etwas zu entwickeln und dies dann auch noch umzusetzen.“ Hujawa plant auch schon für die Zukunft. Durch seine Projekte will er in der Filmszene Fuß fassen. Er hofft, irgendwann Aufträge von Leuten zu bekommen, die auf seine Werke aufmerksam geworden sind. „Mein Ziel ist es, eines Tages mit Drehbuch und Regie mein Geld zu verdienen.“

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