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#wirkoennenrichtig Heimat : Beliebter Wohnort mit Geschichte

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Vier-Dörfer-Gemeinde Kritzmow vereint ländlichen Charakter mit einer gewissen Eigenständigkeit. Seit den 1990er-Jahren hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt.

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Nicht nur in der heutigen Zeit scheinen sich die Bewohner in der Gemeinde Kritzmow pudelwohl zu fühlen, archäologischen Funden zufolge haben bereits um 600 vor Christus Menschen in diesem Gebiet gelebt. Größter Ort der Vier-Dörfer-Gemeinde ist das namensgebende Kritzmow, wo auch das Amt Warnow-West seinen Sitz hat. Zusammen mit Klein Schwaß – 1219 erstmals urkundlich erwähnt und damit der älteste Ort der Gemeinde –, Groß Schwaß und Klein Stove bildet es bereits seit 1960 eine Verwaltungseinheit.

Lebens- und wohnenswert macht Kritzmow sein ländlicher Charakter, wobei sich die Gemeinde in unmittelbarer Nähe zu Rostock gerade nach dem Entwicklungssprung, den sie seit Anfang der 1990er-Jahre erlebt hat, durch eine gewisse Eigenständigkeit auszeichnet. Denn in der vornehmlich als Wohnort geprägten Gemeinde erhalten die Bewohner, deren Zahl sich seit dieser Zeit mehr als verdoppelt hat, eigentlich fast alles für den täglichen Bedarf. Es gibt Lebensmitteldiscounter, im Kritzmow Park haben sich eine Apotheke, mehrere kleine Geschäfte sowie ein Restaurant angesiedelt. Und auch die ärztliche Versorgung ist abgesichert – Annehmlichkeiten, die noch vor ein paar Jahrzehnten nicht vorhanden waren.

Auch zahlreiche kleine und mittlere Betriebe und Gewerbetreibende haben ihren Sitz in einem der Gemeinde-Dörfer. So wuchs Groß Schwaß zum Beispiel nicht nur um Einfamilienhäuser, sondern auch um ein Gewerbegebiet. Über 250 Firmen und Unternehmen finden sich meist versteckt in den Ortsteilen.

Nicht versteckt, sondern auf dem Schulcampus im Schulweg, tummeln sich die jüngsten Gemeindemitglieder. Denn hier befindet sich nicht nur die neue Regenbogenkinder Grundschule, sondern auch die Kita und der Hort Schwalbennest. Aktuell räumlich noch getrennt von den Kita- und Schulkindern, verbringen die Jüngsten in der Krippe im Biestower Weg ihren Tag mit Spielen und Spaß haben. Das soll sich jedoch bald ändern. Die Gemeinde plant, am Schulcampus auch eine neue Krippe zu errichten, sodass die Kleinsten je nach Bauzeit schon 2018/19 in ihr neues Domizil auf dem Campus einziehen können.

Ob sich wie die Krippenkinder auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kritzmow – die Gemeinde zählt mit der in Klein Schwaß zwei Ortswehren – bald über ein neues Gebäude freuen können, ist eine Frage, die noch offen ist. Was jedoch eingeplant ist, ist die Sanierung des alten Hauses in der Satower Straße. Denn die Kameraden der Feuerwehr, die auch noch neue Mitglieder suchen, tragen neben der Sicherheit auch zu einem abwechslungsreichen Gemeindeleben bei. Die von ihnen organisierten Veranstaltungen wie das Tannenbaumverbrennen, Osterfeuer oder der Lampionumzug sind beliebte Besuchermagnete.

Doch nicht nur die Kameraden der Wehr engagieren sich in der Gemeinde. Auch der Spiel- und Sportverein (SSV), der Fußballsportverein (FSV) mit seiner großen Jugendabteilung, der Kritzmower Karnevals- oder der Schützenverein bieten für Groß und Klein Angebote zum Mitmachen. Weitere Möglichkeiten, seine Freizeit sinnvoll zu gestalten, bieten sich Jung und Alt im Kritzmower Jugendclub oder der Orts- und Sportgruppe der Volkssolidarität. Um die Gemeinschaft von alteingesessenen und zugezogenen Kritzmowern weiter zu fördern, soll in Kritzmow ein Festplatz entstehen und langfristig das Gemeindezentrum in neuem Glanz erstrahlen, so dass dieses dann auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Gemeinde hat somit auch für die Zukunft die Weichen auf weitere Entwicklung gestellt.

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