Fortschritt : Beleuchtung nach Bedarf

Ist dabei, wenn die Werftallee zwischen Warnemünde und Groß Klein ein dynamisches Licht erhält: Erwin Pillick von der Firma Tesche Elektroanlagen. „Der Weg ist sehr stark benutzt“, sagt Pillick.
Ist dabei, wenn die Werftallee zwischen Warnemünde und Groß Klein ein dynamisches Licht erhält: Erwin Pillick von der Firma Tesche Elektroanlagen. „Der Weg ist sehr stark benutzt“, sagt Pillick.

Auf 750 Metern bekommt der kombinierte Rad- und Fußweg in der Werftallee dynamisches Licht.

svz.de von
12. Oktober 2018, 08:00 Uhr

Manchmal muss Erwin Pillick bei seiner Arbeit kurz den Weg frei machen. Denn auf einem etwa 750 Meter breiten Stück der Werftallee zwischen Warnemünde und Groß Klein soll der kombinierte Rad- und Fußweg dynamisches Licht erhalten. Daran arbeitet die Firma Tesche Elektroanlagen aus Gelbensande mit, wo Pillick beschäftigt ist. Dieser Weg wird täglich mindestens von 900 Radlern und Fußgängern genutzt, diesen Zahlen liegt eine kamerabasierte Verkehrszählung zugrunde. Auch Erwin Pillick bestätigt die starke Nutzung. Das Projekt ist dem Ortsbeirat Warnemünde von Kerry Zander von der Klimaleitstelle und Stephanie Latki vom Amt für Verkehrsanlagen vorgestellt worden. „Ziel ist es, die Kohlendioxid-Emissionen bei der städtischen Beleuchtung zu senken“, erklärte Zander. Denn Straßenbeleuchtung verursacht sechs Prozent der weltweiten Kohlendioxide-Emissionen. Bei der geplanten dynamischen Beleuchtung wird mithilfe einer Steuerung per Sensortechnik entschieden, wo und wann Licht benötigt wird und wie die Umsetzung erfolgt. Der Weg in der Werftallee zwischen Warnemünde und Groß Klein ist ein gefördertes EU-Projektes. „110 000 Euro kostet die Umsetzung“, sagt Zander.

„Bei uns im Amt hat es sehr oft solche Anfragen nach einer Beleuchtung für diese abends sehr dunkle Strecke gegeben“, so Latki. Im Ortsbeirat äußerte Matthias Ehlers vom Umweltausschuss Bedenken, ob es den richtigen Weg treffe. „Auf der Stadtautobahn ist es so dunkel für Radler, da sieht man nichts“, sagt er. Dennoch scheint die Wahl angesichts der hohen Nutzungsfrequenz – gerade bei Veranstaltungen – sinnvoll. Das Stück grenzt an die Beleuchtung in Warnemünde und Groß Klein an. „Dieses unbeleuchtete Stück fehlte bisher“, so Latki. Die Leuchten kommen bald. Läuft es fristgerecht, ist es Anfang Dezember realisiert.

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