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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 19:52 Uhr

Bekommt der Hauptbahnhof eine neue Südseite?

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2013 | 07:38 Uhr

Stadtmitte | Dem Rostocker Hauptbahnhof steht möglicherweise ein großer Umbau bevor: Die Südseite des Areals soll im Zusammenhang mit dem EU-Projekt "Enter.Hub" umgestaltet werden. Für Bahnhofsmanager Ingo Mau ist schon klar, wie das aussehen könnte. Er wünscht sich eine Verlegung des Omnibusbahnhofes, näher an das Hauptgebäude. Ein Erneuerungsprozess sei notwendig. "Es gibt viele Visionen. Für mich steht die Umgestaltung im Sinne der Kunden im Vordergrund", sagt Mau.

Aus dem EU-Fördertopf können 50 000 Euro für Verbesserungen genutzt werden. Wie die Umgestaltung der Südseite aber im Einzelnen aussehen wird und ob Maus Wunsch dabei in Erfüllung geht, ist bisher noch unklar. Dafür steht bereits fest, dass in naher Zukunft ein Fahrrad-Parkhaus auf der Nordseite des Bahnhofes errichtet wird. Damit würde eine bessere Verknüpfung zwischen Rad- und öffentlichem Verkehr gelingen. "Wir haben viel vor in dieser Stadt. Bis 2025 sollen 75 Prozent der Hansestädter den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Momentan sind es nur 65 Prozent", sagt Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne).

Vor zehn Jahren wurde in Rostock ein großer Schritt für die Entwicklung der Infrastruktur gemacht: Der Hauptbahnhof wurde erneuert und die Südstadt in das Netz der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) aufgenommen. Seither fahren Straßenbahnen durch einen Tunnel und verbinden so die Stadtteile. 50 Millionen Euro flossen damals in den Neubau, die Netzerweiterung in der Südstadt kostete noch einmal 150 Millionen.

"Mittlerweile nutzen 20 Prozent mehr Fahrgäste Busse und Straßenbahnen als vor zehn Jahren", sagt Jochen Bruhn, kaufmännischer Vorstand der RSAG. "Für mich war es ein sehr emotionaler Moment, als 20 000 Menschen nach der Fertigstellung den Tunnel unter die Lupe nahmen." Er selbst hatte sich um die Finanzierung des Projektes gekümmert.

Auch wenn die aktuelle Struktur des Hauptbahnhofes auf 100 Jahre konzipiert ist, soll er bereits in zehn Jahren anders aussehen, etwa aufgrund von technischen Neuerungen. Erst im vergangenen Jahr sind 270 000 Euro in elektronische Anzeigetafeln investiert worden.

Darüber hinaus will die RSAG die Tatras abschaffen. Sie sollen durch neue Bahnen ersetzt werden, weil sie nicht durch den Tunnel fahren können. Pläne, die Straßenbahn um eine Linie in den Stadthafen zu erweitern, hat die RSAG unterdessen ad acta gelegt. Eine solche Verbindung würde sich für das Unternehmen auf absehbare Zeit nicht lohnen, so Bruhn.


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