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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 03:10 Uhr

Diskussion : Beirat lehnt Verkauf des Ulmenmarktes ab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Oberbürgermeiser Roland Methling lässt eine mögliche Bebauung prüfen. Die Bewohner der KTV sind dagegen.

Der Ortsbeirat der Kröpeliner-Tor-Vorstadt stellt sich gegen einen Verkauf des Ulmenmarktes, der derzeit in der Stadt als Voraussetzung für eine Bebauung erwogen wird. OB Roland Methling (parteilos) scheint nicht abgeneigt von der Idee des Investors, der auf ihn zugekommen war. Der will auf dem Markt ein Gebäude mit Wohnungen und Läden errichten. Methling ließ die Ämter prüfen, ob eine Bebauung machbar sei.

Der rund 6500 Quadratmeter große Ulmenmarkt wird derzeit als Parkplatz genutzt, bietet rund 200 Stellflächen. „Er wird weit unter Wert bespielt“, sagt Architekt Uwe Hempfling. Sein Büro wurde vom Stadtplanungsamt beauftragt, drei Varianten für eine Bebauung zu erarbeiten.

Möglich wären demnach ein Bau bis zur Hälfte des Platzes, eine Gebäudezeile vis a vis zur Ulmenstraße oder ein Würfel mitten auf dem Markt. Jeder Bau hätte vier bis sieben Geschosse. Unterhalb müssten vier Tiefgaragenebenen entstehen, um die Stellplätze aufzunehmen.

Viele Anwohner sind klar gegen eine Bebauung. Sie wollen den Platz und die Stellflächen behalten, wünschen sich aber eine Neugestaltung. Das Gebiet habe eine erhebliche städtebauliche Qualität, sagte Jurist Fabian Rüsch. „Darauf muss man aufpassen“, meint auch Architekt Hempfling. Er favorisiert, den Platz nicht oder frei zu bebauen. Auch der Beirat ist gegen die Bebauung und für die Gestaltung, vor allem aber gegen den Verkauf. „Wir sehen es schon immer sehr kritisch, öffentliche Flächen zu verkaufen“, sagt Matthias Siems (SPD), stellvertretender Vorsitzender.

Mit einer entsprechenden Stellungnahme wendete sich der Beirat an Stadt und OB. Von Senatoren und Fraktionsvorsitzenden hatte Methling ein durchwachsenes Stimmungsbild bekommen. Der Verkauf des Platzes würde rund eine Million Euro bringen. Das letzte Wort hat die Bürgerschaft.

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