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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 02:47 Uhr

markgrafenheide : Beirat besteht auf Wasser-Toilette

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

WC-Konzeption erhält eingeschränkte Zustimmung / Mitglieder des Gremiums fordern die Abschaffung von Trockentoiletten

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Im Ortsbeirat Markgrafenheide hat das Konzept für kommunale Sanitäranlagen nur eingeschränkt eine Zustimmung erhalten. Die Mitglieder des ehrenamtlichen Bürgergremiums bestanden auf einem Änderungsantrag. Konkret geht es ihnen um die Toilettenanlage am Fähranleger. Dort sieht die Konzeption eine neue Trockentoilette vor. Dieser Bereich ist offiziell als Wanderweg deklariert, obwohl er eigentlich ein Kernbereich ist. Und diese sollen laut der Konzeption nach und nach mit einem Wasserklo ausgestattet werden. „Das ist ein absoluter Verkehrsknotenpunkt für Busse, hier ist ein großer Parkplatz, die Leute kommen von der Fähre“, sagt Beiratsmitglied Henry Klützke. Auch der stellvertretende Beiratsvorsitzende Gunter Seidel ergänzt: „Das Thema darf nicht auf die lange Bank geschoben werden.“ Die vorhandene Toilette rieche übel, sei längst nicht mehr zeitgemäß und durch die beschränkte Betriebszeit genüge sie keinesfalls den Ansprüchen eines Seebades. „Deshalb fordern wir, eine entsprechende WC-Anlage mit Wasser- und Abwasseranschluss, ganzjährige Betriebszeit und eventuell mit privatem Pächter“, betont Gunter Seidel.

Für eine Trockentoilette hat die Konzeption 10  000 Euro vorgesehen, eine zeitgemäße Wasserklo-Anlage kostet dagegen um die 200  000 Euro. „Dass es in diesem Jahr nichts mehr werden kann, das ist klar, aber vielleicht klappt es ja im kommenden Jahr“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Frank Niehusen (parteilos).

Uwe Walter, Leiter des städtischen Hauptamtes, nahm die Kritik des Beirates mit. Dass die Mitglieder des Ortsbeirates das Thema mit einer solchen Dringlichkeit behandelten, schien ihn und auch den Tourismusdirektor Matthias Fromm zu überraschen. „Ich werde das Anliegen des Ortsbeirates unterstützen“, sagte Matthias Fromm.

Bereits in den Vorjahren war der Wunsch nach einer anderen Lösung in der Toilettenfrage vorgetragen worden. So hat die NNN bereits vor vier Jahren mit dem damaligen Vorsitzenden des Ortsbeirates, Jürgen Dudek (Rostocker Bund), darüber gesprochen. Schon zu diesem Zeitpunkt geriet derStandort erheblich in die Kritik.

In ihrer Toilettenkonzeption sieht die Hansestadt einen Neubau beziehungsweise eine Komplettsanierung für Anlagen vor, die 15 Jahre und älter sind.

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